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Das große Ausräumen hat begonnen

Hotel-Restaurant "Zur Mühle am See" Das große Ausräumen hat begonnen

In zwei Jahren könnte es in Dersau wieder rauschende Ballnächte geben. Das ist zumindest das Ziel des Investors Carsten Nemitz aus Plön, der auf dem Areal des ehemaligen Hotel-Restaurants Zur Mühle am See den Mühlenhof am See errichten will.

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So soll der neue Mühlenhof am See in Dersau aussehen: Vorne rechts, hinter den grün umrandeten Türen und Fenstern, könnte künftig gespeist und getanzt werden, ebenso im hinteren Bereich auf der großen Terrasse mit Blick auf den See.

Quelle: Architekturbüro W. Germann

Dersau. Neben 26 Eigentumswohnungen sollen dort auch ein Café und ein Restaurant mit Ballsaal entstehen. Der Start für das Neubau-Projekt war eigentlich schon für 2015 geplant, hatte sich aber aus diversen Gründen verzögert, unter anderem wegen einer juristischen Auseinandersetzung, so der Investor. Doch jetzt wurde mit dem Ausräumen des Gebäudes begonnen, in dem sich die fast noch komplette Restaurant- und Hotel-Ausstattung befindet. Was noch zu gebrauchen sei, werde zunächst zwischengelagert, sagt Nemitz und geht davon aus, dass das Haus Ende August leer sein wird. Mitte September soll mit dem Abriss begonnen werden, danach folge der Rohbau.

Dersaus Bürgermeister Holger Beiroth ist froh, dass sich endlich etwas tue. „Wenn der Abbruch erfolgt ist und der Neubau Gestalt annimmt, kann ich wieder ruhig schlafen, denn der Anblick des leerstehenden Objekts ist alles andere als attraktiv für einen Urlaubsort. Das Projekt scheint durchdacht, die Gastronomie wäre für alle ein Gewinn und das Ganze wird sich sicher auch positiv auf die Finanzen der Gemeinde auswirken“, hofft Beiroth. Der Saal des Restaurants kann dreigeteilt werden und soll in voller Größe bis zu 250 Gästen Platz bieten. „Als ich 1990 nach Dersau kam, erlebte ich zum ersten Mal eine Ball-Saison mit sechs verschiedenen Themen-Bällen. Davon war ich so begeistert und habe es immer bedauert, dass jenseits der großen Städte kaum noch Bälle stattfinden“, erzählt Nemitz. Dass mehr und mehr Dorfgasthöfe mit großen Sälen schließen, dürfte dabei sowohl Ursache als auch Folge sein, vermutet er. „Ich möchte jedenfalls versuchen, die Ball-Tradition wieder ein wenig zu beleben“, sagt der Bauherr und berichtet, dass die Pächter für Café und Restaurant schon feststünden. Auch eine große Terrasse sei geplant, die bei Bedarf überdacht und beheizt werden könne. Das Café dürfte sich dann endlich wieder als attraktiver Anlaufpunkt für Gäste der „Großen Plöner Seerundfahrt“ anbieten, deren Schiffe am wenige Meter entfernten Steg anlegen. Die 26 Eigentumswohnungen variieren zwischen 50 und 120 Quadratmeter Größe und werden nach Aussage des Plöner Architekten Wolfgang Germann so gebaut, dass sie auch für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator uneingeschränkt nutzbar sind. Zudem seien zwei Aufzüge eingeplant. Viele Gedanken hätten sich die Planer gemacht, um mit dem Gebäude alle Vorgaben der aktuellsten Energieeinsparverordnung zu erfüllen. So würden beispielsweise für die Außenwände Kalksandstein statt Beton verwendet und für die Energieversorgung Brennwertkessel und Solarenergie genutzt. „Das Ganze wird einem Niedrig-Energie-Gebäude entsprechen“, so Germann.

„Wenn alles nach Plan läuft, könnte im Mai 2017 Richtfest und Ende des Jahres dann die Einweihung des Mühlenhofs gefeiert werden“, ist Nemitz zuversichtlich.

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