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Hund erschossen: Fragen bleiben offen

Boksee Hund erschossen: Fragen bleiben offen

Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen Staffordshire-Terrier in Boksee (Kreis Plön) bleiben viele Fragen ungeklärt. Fragen, die für die Polizei gegenwärtig keine Rolle mehr spielen.

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Ein Staffordshire-Terrier wurde von der Polizei in Boksee erschossen.

Quelle: Bernd Thissen/dpa

Boksee. Die schwere Beiß-Attacke in Boksee (Kreis Plön), bei der ein Staffordshire-Terrier in der Nacht zu Dienstag seine Halterin angegriffen und erheblich verletzt hatte, wird im Internet kontrovers diskutiert. Auf der Facebook-Seite der Kieler Nachrichten wird über mögliche Ursachen, die zu dem Angriff des Tieres geführt haben könnten, spekuliert. Auch das Für und Wider einer Rasse-Liste gefährlicher Hunde steht im Fokus der User.

Ein Staffordshire-Terrier musste in Boksee wegen seines aggressiven Verhaltens von der Polizei erschossen werden. War die Abschaffung der Rasseliste ein Fehler?

Posted by Kieler Nachrichten on Dienstag, 11. August 2015

Ungeklärt bleiben zahlreiche Fragen – etwa, woher das Tier genau stammte. Laut Polizei habe die „Hundekennerin“ den rechtlich bislang noch als Gefahrhund gelisteten Terrier „zur Pflege“ bei sich gehabt. Ob sie das Tier von Bekannten oder aus einem Tierheim, kurzfristig oder dauerhaft, zu sich genommen hat, ist unklar. Ebenso die Frage, ob der Staffordshire-Terrier bereits in der Vergangenheit durch aggressives Verhalten auffällig geworden war und ob die 36-Jährige überhaupt einen erforderlichen Sachkundenachweis zum Führen eines gefährlichen Hundes besitzt.

Fragen, die für die Polizei gegenwärtig keine Rolle mehr spielen. „Für uns ist der Fall abgeschlossen“, sagt Behördensprecherin Silke Manthey. In der Nacht des Angriffs waren zwei Beamte der Halterin zur Hilfe geeilt, hatten den Hund mit zehn Schüssen getötet. Weitere Ermittlungen gebe es nicht. Das weitere Verfahren sei nun im Zuständigkeitsbereich der regionalen Ordnungsbehörden. „Beim Kreis haben wir keine Akten oder Unterlagen über den Hund“, sagt Björn Demmin vom Kreis Plön. Nach der Berichterstattung über den Fall habe das Kreisordnungsamt als Fachaufsicht aber „um einen Bericht des zuständigen Amtes Preetz-Land gebeten“, so Demmin. Dort liegen bislang keine Informationen vor. Im Gegenteil: Auf Nachfrage von KN-online hieß es, die Zuständigkeit liege bei der Polizei.

Während sich die Behörden gegenseitig die Verantwortung zuschieben, ist in der kleinen Gemeinde Boksee selbst der Staffordshire-Terrier offenbar niemandem aufgefallen. Zwar sei zwar bekannt gewesen, dass die 36-Jährige häufiger, zum Teil mehrere Hunde in Pflege gehabt habe, berichten Anwohner. Diese Tiere hätten sich allerdings stets auf dem eingezäunten Grundstück in der Straße Am alten Gutspark aufgehalten. „Einen Kampfhund habe ich nie gesehen“, so eine Nachbarin.

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Schleswig-Holstein bekommt 2016 ein neues Hundegesetz. Nach langem Hin und Her ist es im Juni auf den Weg gebracht worden. Eine neuerliche politische Diskussion ist nicht notwendig. Das Gesetz ist gut. Daran ändert auch die Attacke eines sogenannten Kampfhundes in Boksee nichts.

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