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Die letzte Fläche ist verkauft

Gewerbegebiet Stolpe Die letzte Fläche ist verkauft

Mit einem Gespräch der beiden Bürgermeister von Stolpe und Wankendorf fing es vor genau 20 Jahren an. Holger Bajorat und Peter Sönnichsen loteten damals aus, wie zukünftig das Gewerbe seinen Platz in beiden Gemeinden findet. Daraus entstand auch das Stolper Gewerbegebiet. Bajorat kann nun verkünden: Das letzte Grundstück ist an ein Unternehmen aus der Logistikbranche verkauft. Ohne die mutige Entscheidung von 1995 stünde Stolpe heute ganz ohne Firmen da.

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Im Oktober 1999 war die Erschließung des Gewerbegebiets abgeschlossen. Zufrieden zeigten sich damals (von links) Andrea Joachimsthal und Katja Luschner von der Landgesellschaft, Bürgermeister Holger Bajorat und Bern Stiebel von der Wirtschaftsförderungsagentur des Kreises.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer/Archiv

Stolpe. Die Entwicklung des Gebiets lässt sich in drei Phasen einteilen. Es gab einen guten Start mit dem Bau der Straßenmeisterei Stolpe auf einer 1,6 Hektar großen Fläche und der Ansiedlung eines ersten echten Gewerbebetriebes, einer Dachdeckerei. Den Grundstein für die Straßenmeisterei legte damals noch Wirtschaftsminister Peer Steinbrück, der später einmal für die SPD Bundeskanzler werden wollte.

 Dann folgt eine Phase, in der die Vermarktung immer wieder ins Stocken geriet. Es tauchten im Laufe der Jahre eine Reihe von Vorschlägen auf, die Leerstände zu füllen. Zeitweilig überlegte das Eiszeitmuseum, das heute in Lütjenburg ansässig ist, einen Museumsbau zu errichten. Wegen der unmittelbaren Nähe zur A 21 wollte ein Unternehmer eine Tankstelle bauen. Auf Begeisterung im Ort und bei den Gemeindepolitikern stieß der Vorschlag der Polizeigewerkschaft, die Autobahnpolizei in Stolpe anzusiedeln. Sogar an Anlagen für Energieerzeugung wurde gedacht. Alle hochtrabenden Pläne verliefen im Sande. Nach und nach kamen dann doch „richtige“ Firmen. Heute hat ein Küchenstudio hier seine Lagerräume. Ein Beschicker von Märkten lagert in Stolpe seine Stände. Ein Hochbau-Unternehmen und eine Spezialfirma zur Wartung von Maschinen, die im Kiesabbau im Einsatz sind, fanden ebenfalls den Standort passend für sich.

 Zum Schluss kommt nun wieder etwas richtig Großes ins Gewerbegebiet. Ein Genossenschaftsunternehmen erwarb die letzten 6400 Quadratmeter. Die Firma organisiert Viehtransporte und wählte Stolpe wegen der Nähe zur Autobahn aus.

 Bajorat zieht eine zufriedene Bilanz. Eine Reihe der angesiedelten Unternehmen stammt aus Stolpe selbst, konnte aber im Ort wegen gesetzlicher Beschränkungen nicht wachsen. Andere waren bereits in der Region ansässig, zogen aus denselben Gründen dann nach Stolpe. Bajorat: „Ohne die Ausweisung der Flächen damals würden wir heute fast ohne Unternehmen in der Gemeinde sein.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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