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Neue Platten für das Kirchendach

Giekau Neue Platten für das Kirchendach

Die Johannes-Kirche zu Giekau ist in die Jahre gekommen. So war schon 2012 eine Sanierung des Turms unvermeidlich. Jetzt steht der Kirchengemeinde der zweite Bauabschnitt bevor.

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Das Schieferdach der Johannes-Kirche zu Giekau ist geschätzt 130 Jahre alt. Im Juni sollen nach Angaben von Pastor Günther Suckow die Arbeiten zur Dacherneuerung und Reparatur des Ziegelsteinmauerwerks beginnen.

Quelle: Orly Röhlk

Giekau. Ab Mitte Juni, wenn das 1240 errichtete Gotteshaus eingerüstet ist, beginnen die Arbeiten zur Erneuerung des Schieferdachs und zur Reparatur der Ziegelsteinfassaden an der Süd- und Ostseite des Kirchenschiffs.

 „Der Kirchenbetrieb wird normal weitergehen“, versicherte Pastor Günther Suckow bei einer Besichtigung der Schäden gemeinsam mit dem Diplom-Ingenieur Architektur Stefan Hinz vom Büro Schwinghammer aus Kiel. Das Schieferdach ist geschätzt 130 Jahre alt und erhält neue Platten. Zuvor wird der Dachstuhl, der laut Hinz intakt aussieht, aber einen leichten Schädlingsbefall aufweist, einer eingehenden Kontrolle unterzogen und bei Bedarf instandgesetzt. Dazu zählen schwer zugängliche Schwellhölzer und die Auflage der Deckenbalken. Man werde partiell Hölzer erneuern, falls diese geschädigt sein sollten. Der Schornstein werde weiter nach unten gesetzt und die Lattung auf den Sparren erneuert.

 Vorgesehen ist es, die Holzschalung mit einer atmungsaktiven, regendichten Schicht zu versehen. „Wenn der Wind entsprechend steht, sammelt sich im Winter Flugschnee unter dem Dach“, verweist der Pastor auf die Notwendigkeit einer solchen Schicht. Auf eine Dämmung wird verzichtet, da die Zwischendecke zum Kirchenschiff gedämmt sei. Zugleich steht eine Reinigung der Traufbereiche von Bauschutt an, der sich aus zerbrochenen Schieferplatten und Mörtelresten im Laufe der Zeit angesammelt hat.

 Das Ziegelmauerwerk weist insbesondere an der Südfassade Schäden auf. Dort ist vorgesehen, Bereiche mit einer Muschelkalkmasse neu zu verfugen, die in der Vergangenheit teils mit Zement ausgebessert worden seien, sowie kaputte Ziegel auszutauschen. Im Vorfeld habe man die originale Fugenmasse auf ihre Inhaltsstoffe hin untersucht. Jetzt lässt man sie entsprechend herstellen. Das Feldsteinmauerwerk an der Nordseite ist von der Maßnahme nicht betroffen.

 „Wenn wir keine groben Überraschungen erleben, reicht die kalkulierte Summe aus“, erklärte Hinz. Veranschlagt sind Kosten von 300000 Euro. Der Kirchenkreis beteiligt sich mit einem Zuschuss von zehn Prozent und einem Darlehen in gleicher Höhe. Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Kiba) gibt 10000 Euro, die Agnes Gräfe Stiftung Hamburg hat die gleiche Summe zugesagt, und das Land ist mit 30000 Euro dabei. Außerdem fließt die private Erbschaft eines Hohenfelders in das Projekt. Die Restsumme, rund 200000 Euro, hat die Kirchengemeinde aufzubringen. „Bei Trauerfeierlichkeiten und einzelnen Kollekten wurde bereits für die Sanierung gespendet, und wir hoffen auf weitere Spenden“, erklärte Suckow. Zum Herbst soll die Baumaßnahme beendet sein.

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