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In Preetz fehlen die Fachkräfte

Umfrage bei Unternehmen In Preetz fehlen die Fachkräfte

Die Gewerbetreibenden in Preetz sind mit den Standortbedingungen weitgehend zufrieden. Dies zeigte sich bei einer Umfrage unter den Unternehmen. Doch es gibt auch Kritikpunkte.

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Erwünscht sind mehr Sitzgelegenheiten auf dem Preetzer Marktplatz.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. 764 Fragebögen hatte Bürgermeister Wolfgang Schneider im Februar verschickt, 103 kamen zurück. Deutlich sei geworden, dass es einen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften gebe: „Der Fachkräftemangel ist auch in Preetz schon spürbar.“ Dagegen gebe es kaum Leerstand in der Innenstadt, erklärte Schneider. Als wichtig seien auch Kinderbetreuung, Naherholungswert, Bildungsangebot und gesundheitliche Versorgung betrachtet worden – damit sei der Großteil der Unternehmen zufrieden. Nur bei den Kindergärten müsse man auch eine Lösung für diejenigen finden, deren Arbeitszeiten von den Öffnungszeiten abwichen.

 Die Verkehrsanbindung fänden 92 Prozent sehr oder eher wichtig, aber nur 79 Prozent seien damit auch zufrieden, erläuterte Schneider die Ergebnisse. Interessant sei, dass der Anbindung an den skandinavischen Raum mit nur zehn Prozent so gut wie keine Bedeutung zugemessen wurde. „Das zeigt, dass die B202 für uns eine eher unwichtige Verbindung ist.“

 Eher unglücklich seien die Gewerbetreibenden über die Standortkosten. „Einige schrieben, dass die Gewerbesteuer zu hoch ist“, so Schneider. Doch daran könne man wegen der Fehlbetragszuweisung des Landes nichts ändern. Beim Punkt Einkaufen/Nahversorgung sei angemerkt worden, dass Baumärkte und Läden mit Oberbekleidung fehlten – ebenso wie Beherbergungsbetriebe und Gasthöfe.

 „Ausdrücklich beklagt“ werde die Breitbandversorgung, die für die Betriebe außerordentlich wichtig sei (92 Prozent), mit der aber nur 42 Prozent zufrieden seien. „Das ist für die Politik in der Stadt ein wichtiges Signal“, so Schneider. Verbesserungswürdig seien aus Sicht der Unternehmen auch Standortmarketing und Image. Sie beklagten außerdem fehlende Stellplätze für Lkw in der Innenstadt.

 Wünsche zur Standortverbesserung waren unter anderem: geschlossenes Auftreten des Einzelhandels, Initiative für Einkaufen im Ort, mehr Vielfalt der Geschäfte, Sitzmöglichkeiten am Markt, kostenloses Parken, Stärkung des Fremdenverkehrs, Ansiedlung moderner Betriebe und mehr Gewerbeflächen. Deshalb sollte das Gewerbegebiet in Wakendorf Stück für Stück ausgebaut werden, so der Appell von Schneider.

 85 Prozent hätten die Stadtverwaltung als kundenorientiert bewertet. Allerdings werde auch kritisiert, dass Formulare oft nur „bedingt verständlich“ seien und man viele Behörden „abklappern“ müsse.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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