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Bündnis für Menschen mit Behinderungen

Job-Initiative im Kreis Bündnis für Menschen mit Behinderungen

Die steigende Zahl der Schwerbehinderten schlägt sich auf dem Arbeitsmarkt nieder. Welche Möglichkeiten es bei der Jobsuche für Menschen mit Schwerbehinderung im Kreis Plön gibt, wurde auf einer Info-Veranstaltung des Aktionsbündnis Schleswig-Holstein im Speicher der Brücke in Preetz erörtert.

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Gemeinsam auf Jobsuche für Schwerbehinderte: (von links) Klaus Borcherding (Aktionsbündnis), Doreen Nickel (Jobcenter Plön), Tobias Kuhring (Agentur für Arbeit Kiel), Christa Grube-Korth (Brücke SH), Myriam Ahrendt (Aktionsbündnis) und Robert Görlitz (Brücke).

Quelle: Ralph Böttcher

Preetz. Bei Arbeitsuchenden mit Behinderung werden zunächst von einem Qualifizierungscoach die  persönlichen Fähigkeiten und Einschränkungen ermittelt. Das kann bis zu einem Jahr dauern. In manchen Fällen sind tägliche Kontakte erforderlich.

Die Seite der Arbeitgeber übernimmt ein Fachberater. Er geht in die Betriebe, lässt sich die Arbeitsplätze erklären, vermittelt Gesprächstermine.

„Ich schaue, ob die Menschen zueinander passen“, sagt Klaus Borcherding. „Für den Unternehmer ist entscheidend, was jemand kann, die Behinderung ist ihm egal. Für die meisten Menschen gibt es einen angemessenen Arbeitsplatz.“

Doreen Nickel, Teamleiterin im Jobcenter Plön, berichtete von aktuell 276 schwerbehinderten Kunden im Kreis Plön. 126 seien arbeitslos. 57 davon sind älter als 50 Jahre, 22 befinden sich in einer Integration in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. 

Tobias Kuhring, Reha-Spezialist bei der Agentur für Arbeit Kiel, warb für das Modell Probebeschäftigung. Das Langzeit-Praktikum mit Arbeitsvertrag (bis zu drei Monate) wird komplett von der Agentur bezahlt.

Christa Grube-Korth vom Integrationsfachdienst Kreis Plön, begrüßte die Teilnehmer in der Begegnungsstätte der Brücke im Speicher. „Wir informieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber über ihre Rechte und Pflichten sowie über Fördermöglichkeiten und helfen bei den Anträgen“, erklärte sie die Angebotspalette.

Über 2000 Unternehmen hat das Aktionsbündnis seit 2012 beraten. Rund 350 Menschen mit Einschränkung wurden erfolgreich bei der Aufnahme einer Arbeit oder eines Ausbildungsplatzes unterstützt.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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