5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Preetz fängt klein an

Interkommunales Gewerbegebiet Preetz fängt klein an

Der erste größere Schritt zu einem interkommunalen Gewerbegebiet in Preetz ist getan. Der Ausschuss für Bauplanung stimmte bei nur einer Gegenstimme für den Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans zur Erweiterung der Gewerbeflächen in Wakendorf – allerdings in einer abgespeckten Form.

Voriger Artikel
Entwarnung wegen Bohrschlämmen
Nächster Artikel
Bajorat will Senkung der Kreisumlage

Das interkommunale Gewerbegebiet in Preetz soll zunächst in einem ersten Bauabschnitt auf der nördlichen Fläche verwirklicht werden. Die Anbindung erfolgt durch das bestehende Gewerbegebiet Wakendorf.

Quelle: Ulf Dahl

Preetz. Im Flächennutzungsplan der Stadt ist, wie berichtet, ein Areal von rund 33,6 Hektar für neue Betriebe vorgesehen, wobei nach den Entwürfen des Planungsbüros BCS nur rund 18 Hektar bebaut werden sollen. Die Knickstrukturen sollen möglichst erhalten werden, außerdem zieht sich ein Grünstreifen von Ost nach West. Im nördlichen Bereich sind 31 Grundstücke, im südlichen 28 vorgesehen, wobei die Grundstücksgrenzen noch verschoben werden können. Genau das wird wohl im nördlichen Bereich geschehen, denn nur für ihn gilt der Beschluss für die Aufstellung des B-Plans 97 A „Erweiterung des Gewerbegebiets Wakendorf, 1. Bauabschnitt“. Um auch Unternehmen mit mehr Platzbedarf unterbringen zu können, „müsste man jetzt einen Mix einplanen“, erklärte Planerin Kerstin Langmaack. Die nördliche Fläche umfasst 14,52 Hektar, bebaut werden sollen 7,64 Hektar.

 Knackpunkt war bisher die Erschließung – verschiedene Varianten mit der Anbindung an die B 76 scheiterten am Widerstand des Landes oder an Einwänden der Kommunalpolitiker. Nun soll der Verkehr zum nördlichen Teil über das bisherige Gewerbegebiet laufen. Langmaack schlug dafür eine Einbahnstraßenregelung über Gewerbestraße und Handwerkerweg vor. Dann könnte man auch einen breiten Streifen für Fußgänger und Radfahrer anlegen, was nach der Klimaschutzinitiative des Bundes mit 60 Prozent gefördert werde. „Das kommt auch der Lebenshilfe zugute“, meinte Ausschussvorsitzender Rüdiger Koch (CDU-/FWG-Fraktion). Man müsse nur noch eine Lösung finden, wie die Mitarbeiter in den Werkstätten gefahrlos die Straße überqueren könnten. Auch eine spätere Anbindung über eine neue Straße rund um das Unternehmen Frank Druck wäre noch möglich, erläuterte die Planerin weiter. Da die Strecke aber zum Teil über das Gemeindegebiet Lehmkuhlen führe, müssten noch Gespräche mit dem Nachbarn geführt werden.

 Eine erste Kostenschätzung für diese beiden Anschluss-Varianten und die Erschließung des Nordteils legte Mathias Kossyk von der K+W Wirtschaftsberatung aus Kiel vor. Er betonte jedoch mehrfach, dass es sich nur um grob geschätzte Zahlen handeln könnte. Grundvoraussetzung für eine konkrete Kostenaufstellung sei eigentlich eine vorliegende Ausbauplanung, zumindest aber ein fertiggestellter B-Plan. Und so klafften die Schätzungen für die Gesamtkosten im „best case“ (8,94 Millionen Euro) und „worst case“ (11,91 Millionen Euro) weit auseinander. Dabei blieben viele Faktoren noch offen.

 Die von Steffen Gnutzmann (Bündnis 90/Die Grünen) selbst angestellten Rechnungen, die seiner Meinung nach eine Unwägbarkeit für den Preetzer Haushalt ergäben, stießen bei den anderen Ausschussmitgliedern auf starken Widerspruch. „Mit dieser Herangehensweise könnte man kein Gewerbegebiet in ganz Deutschland mehr entwickeln“, kritisierte Mario Drews (SPD). „Wir brauchen das Gewerbegebiet, um zukunftsfähig zu bleiben“, betonte auch Siegfried Beißwenger (FDP). Das Platzangebot für Unternehmen liege in Preetz bei Null, erklärte Wolf Bendfeldt (CDU-/FWG-Fraktion): „Und es ist das einzig mögliche Gewerbegebiet im Kreis Plön mit überregionaler Bedeutung.“ Deutlich mit 8:1 Stimmen wurden drei Beschlussvorschläge der Grünen abgeschmettert, mit denen sie eine Umfrage unter innerstädtischen Unternehmen beantragten und die Verwaltung bitten wollten, detaillierte Auskünfte über Anfragen und alle Verkaufsfälle seit der Schaffung des Gewerbegebiets aufzulisten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3