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Zwischen Pflaster und Schleswig-Holstein-Puzzel

JRK-Landesmeisterschaft Zwischen Pflaster und Schleswig-Holstein-Puzzel

Lütjenburg stand am Wochenende im Zeichen des Jugendrotkreuzes (JRK). Drei Tage lang suchten 172 Jungen und Mädchen und ihre Betreuer nach den Landesbesten. Am Ende hatten Stormarn und Nordfriesland die Nase vorn.

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Martina Scherrer (Schwarzenbek) hat „Verbrennungen“ an ihren Händen. Die Jugendrotkreuzler Luisa Carl (links) und Beke Heuer aus Albersdorf leisten Erste Hilfe. Die Übung war Teil des Landeswettbewerbs in Lütjenburg.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Der starke Regen am Sonnabend spülte das Wettkampfprogramm des DRK-Nachwuchses plötzlich über den Haufen. Die einzelnen Stationen, bei denen die Jugendlichen um Punkte kämpften, lagen ursprünglich im Lütjenburger Stadtgebiet verstreut. Als der strömende Regen einsetzte, ließ die Leitung die Stände schnell abbauen und ins Hoffmann-von-Fallersleben-Schulzentrum verlegen, wo die Jugendrotkreuzler auch übernachteten.

Der korrekte Umgang mit Pflaster, Wundauflage und Iso-Folie stand im Mittelpunkt des Geschehens. Das alleine wäre aber trotz des vielen Kunstbluts ein bisschen langweilig gewesen. Die Organisatoren stellten daher auch andere Aufgaben. An einem Tisch mussten die Teilnehmer die Kreise und kreisfreien Städte Schleswig-Holsteins zusammenpuzzeln. An einer anderen Station machten sie Vorschläge, wie sie den Bürgermeistern in ihren Heimatorten bei der Integration von Flüchtlingen helfen können. „Das Jugendrotkreuz fühlt sich nämlich als kleine Hilfsorganisation für die Bürgermeister“, erklärt JRK-Jugendreferent Hermann Mühlen das Selbstverständnis der Gruppen. Bereits bei der Arbeit in den Landesunterkünfte im vergangenen Jahr habe das JRK geholfen. Auch die Kreativität der jungen Menschen floss in das Endergebnis ein. Sie mussten bei einem Auftritt in der umgebauten Mensa mit einem Lied, Sketch oder Theater die Jury überzeugen und Punkte einsammeln. Auch die Wasserrettung an einem Badesee gehörte zum theoretischen Programm.

In der Altersklasse der 13- bis 16-Jährigen gewann das Team aus dem Kreis Stormarn vor Dithmarschen und Segeberg. Den Titel der 17- bis 27-Jährigen ging am Nordfriesland, das Steinburg und Ostholstein auf die weiteren Plätze verwies. Aus dem Kreis Plön beteiligte sich kein Ortsverein am Landeswettbewerb.

Das JRK zählt 4200 Mitglieder in seinen Reihen in Schleswig-Holstein. Im letzten Jahr gab es einen beachtlichen Zuwachs. Wie Jugendreferent Mühlen erklärte, fanden 150 junge Flüchtlinge zu der Hilfsorganisation. Die Ortsvereine organisierten gemeinsam mit ihnen verschiedene Projekte. Dadurch banden sie die jungen Syrer, Iraner oder Afghanen an die Arbeit des JRK an.hjs

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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