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Beschwingte Parade

Jazzfestival in Plön Beschwingte Parade

Großes Finale zum Abschied oder vielversprechender Auftakt für eine Fortsetzung? Hunderte von Jazzfans feierten von Himmelfahrt bis Sonntag vier Tage lang die 25. Plöner Jazztage und das 30-jährige Bestehen der Gesellschaft zur Förderung des traditionellen Jazz, die das Festival ausrichtet.

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Ein Hauch von New Orleans in der Plöner Innenstadt: Angeführt von den Schirmfrauen wie Ingrid Eberhardt und der eigens für das Festival zusammengestellten Brassband zieht eine Prozession mit hunderten von Jazz-Fans durch die Fußgängerzone.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Diese Frage, die in einigen Grußworten vielen Gesprächen immer wieder anklang, ob die Konzertreihe mit Jubiläumsveranstaltung ende, konnte nicht beantwortet werden. Das Problem: Der Verein hat 115 zählende und zahlende Mitglieder, von denen sich aber nur 20 als aktive Helfer an der Organisation des Festivals beteiligen. Noch entscheidender: Für die geschäftsführende Vorstandsarbeit, die auch die rechtliche Vertretung und die wirtschaftliche Verantwortung übernehmen müssten, gebe es derzeit keine Bewerber, erklären die Vorsitzende Ellen Schümann und Kassenwartin Ingrid Eberhardt. Die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder werden zum Ende des Jahres aus diesen Ehrenämtern ausscheiden. Bis dahin müssten also Nachfolger gefunden werden, die diese Funktionen übernehmen. Hinter den Kulissen soll, so ein Beisitzer, intensiv an Lösungen gearbeitet werden, damit das Festival 2017 fortgesetzt werden könne.

 Auch die Stadt Plön werde alles, was sie könne, dazu beitragen, die Jazztage zu unterstützen, versicherte Bürgermeister Jens Paustian im Rahmen des Empfangs der Festival Brassband vor dem Rathaus. Bei diesem traditionellen Zwischenstopp mit symbolischem Bierausschank und Platzkonzert am Sonnabendvormittag nehme er „gefühlt deutlich mehr Besucher als in den Vorjahren“ wahr und werte dies „schon mal als ein gutes Zeichen, dass es irgendwie weitergehen“ werde. Schließlich sei die Traditionsveranstaltung auch eine touristische Werbung, die Plön national und international etwas bekannter mache, hob Paustian hervor. Und in diesem Jahr könne er neben Gästen aus den skandinavischen Ländern sowie den Benelux-Staaten und Frankreich sogar ein Paar aus den USA begrüßen.

 Bei der anschließenden Parade der eigens für das Festival zusammengestellten Brassband bildete sich eine regelrechte Prozession, in die sich unter die angereisten Jazzliebhaber auch zahlreiche spontane Mitläufer mischten. Streckenweise folgten mehrere hundert beschwingte Musikfans den voraus laufenden Damen mit den bunten Schirmen und der lautstarken Band, so dass ein Hauch von US-Südstaaten-Flair durch die Plöner Innenstadt wehte. Passend dazu krönten die New Orleans Heartbreaker die Open-Air-Session mit einem Konzert auf dem Marktplatz.

 Beste Stimmung auch bei den Abendkonzerten, wo insbesondere die Mojo-Bluesband aus Österreich mit einer kreativen Mischung Chicago Blues, Boogie Woogie und Rock’n’Roll eine neue Klangfarbe in das Jazzfestival brachte.

 Einen kleinen Wermutstropfen gab es aber doch am Rande: Der Barrelhouse Band Chef und musikalische Leiter des Festivals, Reimer von Essen, der die Veranstaltung seit 25 Jahren mitgestaltet, musste seine Auftritte kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen.

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