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Jobcenter ab 2016 wieder regulär besetzt

Lütjenburg Jobcenter ab 2016 wieder regulär besetzt

Seit Monaten steht die Lütjenburger Geschäftsstelle des Jobcenters wegen eingeschränkter Öffnungszeiten in der Kritik. Ein Ende ist abzusehen: Im Januar 2016 wird die Geschäftsstelle in der Oberstraße wieder regulär besetzt sein, wie Gerhard Kerssen, Leiter des Jobcenters des Kreises Plön, verkündete.

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Bürgermeister Dirk Sohn (rechts) und Stadtreferent Stefan Leyk setzen auf die Zusicherung von Gerhard Kerssen, Leiter des Jobcenters des Kreises Plön (Mitte), dass die Lütjenburger Geschäftsstelle ab Januar 2016 wieder in vollem Umfang zur Verfügung steht.

Quelle: Anne Gothsch

Lütjenburg. Bis dahin stehen die Mitarbeiter dienstags und mittwochs zu vereinbarten Terminen zur Verfügung. Die neue Software, die eine umfangreiche Schulung der Mitarbeiter erforderte, sei lediglich ein Grund für die Einschränkung, so Kerssen. Bedeutender sei, dass die Software auch völlig neue Verfahren ermögliche, um die Qualität und den Umfang der Beratung zu erhöhen. „Bisher mussten wir einen Teil der Beratungsleistung von externen Anbietern einkaufen, etwa Fallmanager, die dann nötig sind, wenn bei einem Langzeitarbeitslosen die Arbeitsaufnahme aus vielerlei Gründen erschwert ist. Jetzt haben wir eigene Fallmanager ausgebildet, die die Gründe in ihrer Gesamtheit analysieren und Lösungsstrategien entwickeln können“, nennt Kerssen ein Beispiel. Das brauche aber Zeit, denn die Ausbildung erfolge in einem berufsbegleitenden Studiengang. Außerdem seien eigene Coaches ausgebildet worden, um die Leistungsempfänger gezielter unterstützen und fördern zu können.

 Zwar zeigte sich Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn erleichtert darüber, dass das Jobcenter ab Januar wieder von montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein wird, doch vor allem freute er sich über die aktuellen Zahlen. Derzeit werden 850 Betroffene aus der Stadt Lütjenburg sowie den Amtsbereichen Lütjenburg und Selent/Schlesen vom Jobcenter betreut. Dazu gehören 174 Jugendliche, wobei hier auch die noch aufgeführt sind, deren Ausbildung in Kürze beginnt. „Wir gehen davon aus, dass der Anteil Jugendlicher dann unter 100 sinkt“, so Kerssen. In Heikendorf und Plön, das Umland jeweils mitgerechnet, würden je rund 12000 Leistungsempfänger betreut, in Preetz und Preetz-Land etwa 17000. „Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Anzahl der Arbeitslosen in unserem Bereich zurückgegangen ist und wir uns im normalen Rahmen bewegen.“

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