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TSV Klausdorf feiert 100.

Jubiläum TSV Klausdorf feiert 100.

Turnen im Gasthof, Sprunganlagen und Ballspiele am Dorfplatz, wobei man öfter den Ball aus dem Teich fischen musste. Zwischen der damaligen Schmiede und dem Hof Schnack war die 100-Meter-Bahn abgesteckt. So fing der TSV Klausdorf vor 100 Jahren an – in diesem Jahr feiert der Verein sein Jubiläum.

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Dietmar Luckau (von links), Jürgen Müller und Udo Carstens planen für das Vereinsjubiläum: Luckau organisiert die Veranstaltungen, Müller und Carstens arbeiten an einer neuen Chronik. Zuletzt gab es eine zum 75-jährigen Bestehen.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Einen geraden Weg hat der heute zweitgrößte Sportverein des Kreises Plön (2262 Mitglieder) in Schwentinental allerdings nicht nehmen können. Vorsitzender Jürgen Müller und Pressewart Udo Carstens stellen gerade eine neue Chronik der vergangenen 100 Jahre zusammen und erleben dabei, wie Vereinsgeschichte eben auch Zeitgeschichte ist. Der Anfang geht auf zwei Gründungen zurück: Die erste ist der Turnverein Klausdorf an der Schwentine im Jahr 1916, die zweite die aus der Arbeiterschaft hervorgegangene Freie Turnerschaft Klausdorf. Bereits 1933 wurde die Freie Turnerschaft von den Nationalsozialisten aufgelöst, 1939 endeten auch die Aktivitäten des Turnvereins Klausdorf. „Über die NS-Zeit haben wir sehr wenig“, sagt Jürgen Müller. Als nach dem Krieg das Interesse an sportlichen Aktivitäten wieder erwachte, wollte die damalige Besatzungsmacht, die Engländer, nur einen Sportverein in der Gemeinde Klausdorf zulassen. So kam es zur Neugründung eines „Turn- und Sportvereins“ im Jahr 1947.

 Eine alte Tradition aus den 1920er-Jahren, die man in diesem Zuge wieder aufleben ließ, war die Schwentinestaffel: Die Strecke ging bis Wellingdorf und zurück und umfasste ursprünglich 9,5 Kilometer Laufen und 4,5 Kilometer Schwimmen im Fluss. Beim Neustart wurde die Strecke verkürzt. Das Schwimmen in der Schwentine endete allerdings 1960, weil das Wasser zu verschmutzt war. Das habe sich zwar gebessert, meint Müller, doch „heute wäre so etwas gar nicht mehr möglich“– die Sicherheitsauflagen würden einen enormen Personaleinsatz fordern.

 Den ersten Sportplatz bekam Klausdorf 1926, die Einrichtung kostete 23 000 Reichsmark. Das Einweihungsfest endete allerdings tragisch: Die Fußballmannschaft Kiel-West war gegen Kiel-Ost angetreten. Einer der Spieler, der sich hinterher im Fluss abkühlen wollte, erlitt einen Herzschlag und ertrank.

 Weitere Meilensteine auf dem Weg zum heutigen modernen Sportzentrum war der Bau der Schwentinehalle in den 1970er-Jahren, unter der auch die Schießanlage liegt, die Übernahme des Vereinsheims in den 1990er-Jahren und zuletzt die Einrichtung des Kunstrasenplatzes im Jahr 2013. Seitdem ist Klausdorf auch DFB-Stützpunkt. Der Verein nutzt außerdem die Klausdorfer Schulsport- und -schwimmhalle und verfügt über ein Kanu-Klubheim am Fluss.

 Das sportliche Angebot hat sich im Laufe des Jahrhunderts natürlich verändert: Anfangs waren Turnen und Schlagball beliebt, heute gibt es 17 Sparten, darunter Fußball, Kanu, Schwimmen und Leichtathletik. Der größte sportliche Erfolg eines Klausdorfers fand auf dem Wasser statt: Thomas Reineck wurde 1992 und 1996 Olympiasieger im Kajak.

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