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Lütjenburg Bekannter werden

Es ist Schulschluss. Eigentlich könnten die Jungen und Mädchen des Lütjenburger Schulzentrums einen Abstecher ins nahe gelegene Jugendaktionszentrum (JAZ) machen. Doch nur wenige tun es oder finden auch am Nachmittag ins schmucke Haus. „Wir müssen dringend mehr Kinder hierher bekommen“, sagt Martina Brack.

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Martina Brack leitet das Lütjenburger Jugendaktionszentrum. Sie wünscht sich, dass mehr Kinder und Jugendlichen in die Einrichtung finden.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Brack leitet die Jugendeinrichtung. Im JAZ an der Kieler Straße 38 direkt am Sportplatz ist eigentlich alles perfekt. Hinter dem Haus lockt eine Skaterbahn. Im Gebäude selbst gibt es eine kleine Holzwerkstatt mit Bandsäge und Bohrer. Wer Schlagzeug spielen will, kann das an einem üppig ausgestatteten Instrument tun. Im großzügigen offenen Bereich lockt ein großer Billardtisch. Sessel und Sofas laden zum Chillen ein. In einem Raum stehen stapelweise afrikanische Trommeln. Für rasante Spieler steht ein Tisch mit Air Hockey bereit. Wer etwas Hunger verspürt, dem servieren die drei JAZ-Mitarbeiter eine „Lütje Flöte“, Pommes, kostenloses Obst oder ein Müsli. Es ist gemütlich.

 Trotz der vielen Annehmlichkeiten und Möglichkeiten kommen aber im Durchschnitt pro Tag nur etwa 15 Kinder und Jugendliche, berichtet Martina Brack. Die Zielgruppe liegt im Alter zwischen zehn und 18 Jahren. Als wichtigste Ursache nennt sie aus ihrer Sicht: Die Einrichtung ist vielen Eltern schlichtweg nicht bekannt. Das hänge auch mit der etwas abgelegenen Lage an der Kieler Straße zusammen. Im Februar will sie mit einem großen Tag der offenen Tür die Erwachsenen mobilisieren, sich einmal in der städtischen Einrichtung umzuschauen. Verständnis hat sie für Väter und Mütter, die ihre Kinder in der dunklen Jahreszeit nur ungern ins JAZ ziehen lassen. „Aber warum könnte man nicht Fahrgemeinschaften bilden,“ fragt sie.

 Eine gute Gelegenheit, Kinder für das JAZ zu interessieren, war früher die Einschulung der Fünftklässler an der ehemaligen Hauptschule. Die Feier dafür fand nicht in der Schule, sondern im Jugendaktionszentrum statt. Da war der Kontakt gleich hergestellt und das Interesse geweckt. Brack wünscht sich, dass die Lehrer des benachbarten Schulzentrums, einmal eine Unterrichtsstunde im JAZ geben. Auch das könnte helfen gegen die mangelnde Nachfrage.

 Je besser das Wetter, desto höher die Besucherzahlen, lautet die Regel im JAZ. Im Sommer oder bei trockener, milder Witterung ist die Skaterbahn sehr gut belegt. Bis zu 40 Jugendliche tummeln sich dann dort mit ihren BMX-Rädern oder Skateboards, berichtet Brack. Sie stellen dann gerne die Musikboxen des JAZ nach draußen. Eine besonders gute Beschallung, die es anderenorts nicht gibt und hier auch niemanden stört.

 Das JAZ bietet verschiedene Arbeitsgemeinschaften an. Demnächst beginnen Gruppen nur für Mädchen und nur für Jungen. Die Teilnehmer bekommen einen eigenen Raum zugewiesen, den sie nach eigenem Geschmack gestalten dürfen. Aber es geht auch anders. Haben die Besucher Lust auf gemeinsames Kochen, geht es an den Herd in die Küche. „Wir arbeiten nicht nur nach Plan, sondern auch spontan.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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