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Ein Helm für alle Fälle

Jugendfeuerwehr Raisdorf Ein Helm für alle Fälle

Die Helme von Melissa und Chiara von der Jugendfeuerwehr Raisdorf sind beide leuchtend orange und auf dem ersten Blick sehr ähnlich. Der Unterschied steckt im Detail: Chiara darf mit ihrem auch Rad fahren – ihr Modell ist eine Neuentwicklung, die gleichzeitig für viele Zwecke geeignet sein soll.

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Von hinten sieht man deutlich den Unterschied: Der Mulitfunktionshelm rechts ist tiefer heruntergezogen und schützt den Hinterkopf besser als das Standardmodell.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. „Die Jugendlichen kommen gern mit dem Fahrrad zum Dienst“, sagt Jochen Gerken, Jugendwart der Ortswehr Raisdorf in Schwentinental. Der Standardhelm sei aber für Feuerwehrübungen konzipiert, nicht für Radunfälle. Die jungen Raisdorfer müssen ihre Schutzkleidung zu Hause aufbewahren. Theoretisch müssten sie deshalb mit zwei Helmen zum Dienst kommen – einem auf dem Kopf und einem auf dem Gepäckträger. Unpraktisch und unbeliebt. Als Jochen Gerken von der Neuentwicklung der Jugendfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen hörte, war er sofort begeistert: Der ist nämlich Feuerwehr-, Fahrrad-, Kletter-, Bergsport- und Skihelm in einem. Der Nachwuchs kann ihn zu Hause aufsetzen, zum Gerätehaus radeln und gleich aufbehalten. Probeweise wurden zwei Stück angeschafft, die die Geschwister Chiara (11) und Keanu (13) Tode bekommen haben. Zehn weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Sie können auch bei gemeinsamen Unternehmungen, beispielsweise Ausflügen in den Kletterpark, genutzt werden.

 „Die Kombination Jugendfeuerwehr und Radfahren kann ich mir gut vorstellen“, sagt Jürgen Ohrt, Jugendwart der Kreisfeuerwehr. Für jene, die ihre Kleidung zu Hause aufbewahren müssen, sei ein solcher Helm vorteilhaft. Bisher habe er noch von keiner weiteren Feuerwehr im Kreis gehört, die ein derartiges Modell nutze.

 Einen Haken hat die Sache: Der Multifunktionshelm ist fast viermal so teuer wie ein Standardexemplar, je nach bestellter Menge zwischen 80 und 95 Euro. „Das sind wir den Eltern schuldig, die uns ihre Jugendlichen anvertrauen“, findet Gerken. In einem Zeitraum von drei Jahren soll nun der Schutz für die 27 Nachwuchs-Köpfe ausgetauscht werden. Einige alte Exemplare müssten ohnehin aussortiert werden, die anderen bleiben als Reserve. Die Helme sind Eigentum der Feuerwehr und werden nur für die Dauer der Mitgliedschaft verliehen, für andere Aktivitäten dürfen die Jugendlichen ihn nicht nutzen.

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