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Die Leichtigkeit des Fliegens

Laboe Die Leichtigkeit des Fliegens

Nach der Theorie zum Fliegen und der Konstruktion der Modelle am Rechner folgte am Freitag der praktische Bau in der Werkstatt Laboe der Heikendorfer Technik-AG. Während die Flugzeuge allmählich Gestalt annahmen, tauchte bei den Schülern immer häufiger die Frage auf: Fliegen die Dinger nun auch wirklich?

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Luk (links) aus Quickborn und Mattis aus Dänischenhagen sind mit letzten Feinarbeiten beschäftigt und haben ihre selbst gebauten Flugzeugmodelle mit einer Spannweite von 1,20 Meter fast startklar.

Quelle: Thomas Christiansen

Laboe. Duc (14) aus Kiel und Mattis (14) aus Dänischenhagen war langweilig in den Osterferien. Da kam ihnen das Angebot für die Forschertage mit dem Thema Faszination Fliegen, die der Nordbord-Club von Gesamtmetall zusammen mit der Technischen Akademie Kiel und der Fachhochschule Kiel veranstalteten, gerade recht. Am Donnerstag haben die Schüler in der FH zunächst gelernt, welche Kräfte beim Fliegen wirken und dann am Rechner mit CAD-Software ein Flugzeugmodell konstruiert.

 „Eigentlich sollten es zwei verschiedene Flugzeuge werden, aber alle wollten eins, und nun hat jeder das gleiche Modell“, erzählt Jan-Philip (14) aus Kirchbarkau. Am Freitag haben die sieben Schüler das Rohmaterial zugeschnitten. „Jetzt müssen wir noch ein bisschen zusammenbauen“, kündigte Jürgen Rohlfsen vom Institut für CIM-Technologietransfer der FH Kiel am Nachmittag den letzten Teil der Forschertage an.

 Rohlfsen leitet auch die Technik-AG der Heinrich-Heine-Schule Heikendorf, die sich jeden Mittwoch in ihrer Werkstatt Laboe im Obergeschoss des Altbaus der Grundschule trifft, sich dort mit Ingenieursarbeit beschäftigt und große Flugzeugmodelle zusammen mit Lehrer Jörn Gundermann („Ich bin seit über 30 Jahren Modellbauer.“) bastelt. Nachdem ihr Prototyp eines großen Segelfliegers eine Bruchlandung hatte und beschädigt war, haben die Heikendorfer Schüler inzwischen ein weiteres Modell gebaut. „Davon wollen wir jetzt vielleicht noch ein paar mehr bauen“, erklärt Markus (18) aus Laboe, der am Freitag ebenso wie Gundermann die Forschertage in der Werkstatt Laboe unterstützte.

 Die Forschertage sind ein Teil einer Initiative von Nordmetall (dem Verband der Metall- und Elektroindustrie) „für Technik-begeisterte Jugendliche, die gern forschen wollen“, erklärt Elke Kruse, Projektleiterin von Nordbord für die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg. Nächste Woche startet Nordbord ein Mechatronik-Programm, bei dem die Jugendlichen zunächst in Kiel-Friedrichsort die Vorbereitungen für den Bau von Hubschraubern aus Metall treffen, deren Propeller mit Solarenergie betrieben werden sollen. Auch daran wird Mattis teilnehmen.

 Inzwischen werden aus dem Rumpf aus Styrodur und den anderen Einzelteilen allmählich komplette Flugzeuge – mit einer Spannweite von immerhin 1,20 Meter. „Als ich gehört hatte, dass wir nur so kleine Gleitflieger machen, dachte ich zuerst, so einen könnte ich mir auch kaufen. Aber selbst so ein Flugzeug zu konstruieren, das ist schon etwas ganz anderes“, sagt Sören (14) aus Husum.

 Dann geht es endlich auf den Schulhof. Sören sucht sich den höchsten Platz und lässt sein Flugzeug sofort von dort aus fliegen. Die erste Bruchlandung an der Schulwand übersteht das Modell vollkommen schadlos. Auch alle anderen Schüler lassen ihre Modelle erfolgreich fliegen – und manche schaffen trotz der sehr schwierigen Windverhältnisse sogar einen längeren Gleitflug.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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