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Eigenen Themen auf der Spur

Jugendstadtvertretung Eigenen Themen auf der Spur

Zum Schluss ging es ganz schnell: Die Anträge in der Jugendstadtvertretung Preetz wurden in kürzester Zeit abgehandelt. Zuvor waren die Themen von den einzelnen „Fraktionen“ beraten worden. Rund 80 Jugendliche aus vier Schulen nahmen an der Veranstaltung im Friedrich-Schiller-Gymnasium teil.

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Christopher Schaarschmidt (links) und Thorin Hinrichs leiten die Abstimmung über die verschiedenen Anträge.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. „Wann hat man schon mal die Chance, Themen mitzugestalten?“ So beschreibt Christopher Schaarschmidt seine Motivation, sich an der Organisation der Jugendstadtvertretung zu beteiligen. Zusammen mit Frieda Grell, Malena Wörmann, Johanna Böckenholt, Isabella Willsch, Sünje Martensen und Thorin Hinrichs hatte er in den vergangenen Wochen die Themen abgestimmt, Einladungen verschickt, den Tagesplan ausgearbeitet und Hinweise für die Helfer zusammengestellt. „Das geht über die normalen Diskussionen im Unterricht hinaus“, freut er sich. Wollen sie irgendwann einmal in der Politik mitmischen? „Später vielleicht mal“, sagt Johanna Böckenholt, momentan fehle einfach die Zeit.

 Zu Beginn stellen Bürgermeister Björn Demmin und Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner ihre Arbeit und Aufgaben vor. „Der Bürgermeister muss Beschlüsse umsetzen, hat aber auch Spielraum für eigene Ideen“, betont Demmin. Viel Geld für freiwillige Aufgaben habe die Stadt nicht zur Verfügung: „Wir würden gerne mehr auf die Beine stellen, auch für die Jugendlichen.“ Die Frage sei, was man mit welchen Mitteln erreichen könne und wolle, meint Gärtner. „Und die Stadt funktioniert nur so gut, wie Verwaltung und Selbstverwaltung zusammenarbeiten.“

 In den Ausschüssen wählen die Schüler zunächst einen Vorsitzenden und Stellvertreter, bevor sie in die Diskussion einsteigen. Nach der Mittagspause geht es im Plenum weiter. Vertreter der „Fraktionen“ müssen die Anträge vorstellen und begründen. Gefordert werden der Ausbau eines Glasfasernetzes, um in der Schule und für Hausaufgaben schneller auf Informationen zurückgreifen zu können. Dies steigere außerdem die Attraktivität der Stadt für Freiberufler und Unternehmen. Weitere Wünsche sind eine bessere ÖPNV-Anbindung der umliegenden Dörfer, um sich auch nachmittags treffen zu können, und Gespräche des Bürgermeisters mit dem Betreiber der Diskothek, damit man vor Ort feiern kann.

 Auch mit der Flüchtlingsproblematik setzen sich die Schüler auseinander. Gefordert wird eine dezentrale Unterbringung. Städtische Liegenschaften sollten saniert und ein Konzept für neue Sozialwohnungen entworfen werden. Dazu soll die Verwaltung einen Finanzierungsplan aufstellen. Ein neues Wohnheim sollte so konzipiert sein, dass es anschließend anderweitig genutzt werden könnte, zum Beispiel für Senioren, Jugendliche oder Obdachlose. Einen Bedarf für zwei neue Kindergartengruppen sieht ein anderer Ausschuss: Für Anbau und Personal sollen Mittel bereitgestellt werden. Alle Anträge werden mehrheitlich beschlossen.

 Lehrer und Stadtvertreter Michael Howe und Katy Hagelberg, Vorsitzende des zuständigen Ausschusses, zeigen sich anschließend beeindruckt. „Ich habe Respekt vor den Schülern, die hier oben auf der Bühne ihre Anträge vorgestellt haben“, lobt Hagelberg. Howe erklärt, dass man die Anregungen gerne mit in die Ausschüsse nehmen werde. „Die Schüler haben Dinge angesprochen, die wir auch schon beraten.“

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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