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Kummerkasten für kleine und große Sorgen

Jugendzentrum Laboe Kummerkasten für kleine und große Sorgen

Damals wie heute ein offenes Haus, in dem sich Jugendliche wohl fühlen: Susanne Biermann leitet das Jugendzentrum Laboe nun im 34. Jahr und lädt für das 35-jährige Jubiläum des Zentrums zum Tag der offenen Tür am Sonnabend, 29. Oktober, ein.

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Susanne Biermann ist im 34. Jahr die Jugendpflegerin in der Gemeinde Laboe und leitet das Jugendzentrum.

Quelle: Astrid Schmidt

Laboe. 35 Jahre Jugendzentrum – das Jubiläum feiern Schüler, Eltern, Ehemalige, Gemeindevertreter und Jugendpflegerin Susanne Biermann am Sonnabend, 29. Oktober, von 11 bis 16 Uhr mit einem „Tag der offenen Tür“.

„Eltern und andere Erwachsene, aber auch Jugendliche sollen sich selbst ein Bild machen, was so passiert im Jugendzentrum“, sagt Jugendpflegerin Susanne Biermann. Sie ist fast von Anfang an dabei, leitet das „Jugi“, wie es alle liebevoll nennen, im 34. Jahr. Begonnen hatte alles mit einem Jugendraum, damals noch in der Straße Börn, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bücherei. Doch das wurde bald zu klein, so dass ein Teil des ehemaligen Schulgebäudes als Jugendzentrum umgebaut wurde. Auf drei Etagen können die Mädchen und Jungen heute Räume für Spiel, Sport, Kochen, Backen oder einfach nur zum „Chillen“ nutzen.

Damals wie heute sei es ein offenes Haus, in dem sich die Jugendlichen wohl fühlen, erzählt Biermann. Geändert haben sich allerdings die Altersgruppen, die das Jugendhaus bevölkern. „Wir hatten in den ersten Jahren vor allem die 16- bis 27-Jährigen, also eher junge Erwachsene. Heute kommen vor allem die Jüngeren im Alter von acht bis 20 Jahren und überwiegend Jungs“, erzählt die Jugendpflegerin. Einen Unterschied zu früher sieht sie auch in der Verweildauer, die sich deutlich verlängert habe. Kamen die Besucher früher „mal so auf ein Stündchen vorbei“, bleiben Jugendliche heute drei, vier und mehr Stunden. Außerdem sei sie heute vorwiegend Sozialarbeiterin und Kummerkasten für alle kleinen, aber auch großen Sorgen der Kids. „So manches geht einem schon nahe“, gesteht die 55-Jährige. Die ist selbst dreifache Mutter und suche auch schon mal im Gespräch mit Eltern gemeinsam nach Lösungswegen bei Konflikten.

„Natürlich hat sich auch die Ausstattung des Hauses gewaltig gewandelt“, so Biermann. Schließlich sind in einem Jugendzentrum die neuen Medien einfach ein Muss. Drei Computer-Arbeitsplätze, Spielkonsolen und andere Unterhaltungselektronik wurden in den vergangenen Jahren angeschafft. „Man kommt nicht drum herum.“ Eine besondere Unterstützung erfahre sie seit Jahrzehnten von Gewerbebetrieben und Einrichtungen im Ort. So konnte sie kurz nach ihrem Einstieg in die Laboer Jugendarbeit auch den Ferienpass anbieten. „Damals waren es gerade mal 14 Angebote, heute stellen wir in den Sommerferien über 60 Freizeitmöglichkeiten auf die Beine.“ Immer wieder gebe es finanzielle Hilfe durch Spenden – „auch von Privatleuten“. Einen Dank richtet Biermann auch an die Gemeinde, die immer ein offenes Ohr für den Bedarf im Jugendzentrum habe.

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