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Jungen erobern die Küche

Boys’ Day in Lütjenburg Jungen erobern die Küche

Das Boys’-Day-Projekt scheint bei den Jungs bestens anzukommen, denn alle sind mit Eifer dabei. „Einen solch leckeren Burger habe ich noch nie gegessen“, schwärmt Luca Kiecok, der als einer der ersten die Eigenkreation kosten durfte. Die anderen Schüler der sechsten Klassen des Lütjenburger Gymnasiums wuseln derweil zwischen Pfannen, Salatschüsseln und Tellern mit Büffelmozzarella und anderen Zutaten hin und her, um sich ihre Burger individuell zusammenzustellen.

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Der gelernte Koch Tim Gomolczyk zeigt Tristan Stoffer, Johannes Schreiber, Luca Kiecok und Julius Nipp (von rechts), wie der Rindfleischburger angerichtet wird.

Quelle: Anne Gothsch

Lütjenburg. Bevor es an die Töpfe und Pfannen ging, erläuterte der gelernte Koch und Fleischermeister Tim Gomolczyk von der Fleischerei Steffen den Jungen Wissenswertes zu den verschiedenen Zutaten und erläuterte, warum es wichtig ist, möglichst frische Produkte von guter Qualität ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker zu verwenden und auf eine gesunde Ernährung zu achten.

 Dann wurde Salat gewaschen, Sonnenblumenkerne für das Topping karamellisiert, das Rinderhack vorbereitet, Büffelmozzarella in Scheiben geschnitten und Ketchup aus frischem Gemüse, Kräutern und Gewürzen selbst gekocht. Um dem Ketchup eine aromatische Schärfe zu geben, hatte der junge Fleischermeister aus seinem Betrieb selbst hergestellte Currysoße mitgebracht, auch die anderen Zutaten waren von der Firma gespendet worden. „Einige Jungs stehen zum ersten Mal am Herd, meistern die ungewohnte Rolle aber sehr gut. Der sogenannte Rollentausch ist ja das Konzept des Girls’ und Boys’ Day“, sagt Bastian Manthei, einer der Klassenlehrer, der selbst leidenschaftlich gern kocht.

 Auch einige Schüler erweisen sich schon als erfahrene Köche. So kocht etwa Frederick Timm zweimal pro Woche für die vierköpfige Familie, seit seine Mutter wieder arbeitet. „Eine berufliche Zukunft als Koch kann er sich aber momentan eher nicht vorstellen, „wegen der doofen Arbeitszeiten“. Tristan Stoffer, findet die Kochaktion cool, „weil wir alles von Anfang an selber machen durften und Tim uns das auch zugetraut hat. Am besten hat mir das mit dem selbst gekochten Ketchup gefallen, das werde ich auch zu Hause ausprobieren.“ Für Pontus Genz war es die Premiere am Herd. „Es hat Spaß gemacht, auch wenn ich bei manchen Dingen etwas Hilfe brauchte. Aber ich kann mir vorstellen, jetzt öfter mal gemeinsam mit meiner Mutter zu kochen.“

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