3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Pumpen im Gemeinschaftshaus

KN hilft Leben retten Pumpen im Gemeinschaftshaus

„Was machen Sie, wenn im Supermarkt jemand zusammenbricht?“, fragt Krankenschwester Saskia Greiner in die Runde. Die 30 Teilnehmer der Aktion „Leben retten!“ von KN und UKSH im Dorfgemeinschaftshaus Stolpe antworten zögerlich: ansprechen, anfassen, Atmung prüfen.

Voriger Artikel
Landesstraße 52 wird voll gesperrt
Nächster Artikel
Erfolgreiche Ernte aus Treibsel

Lebensretter in der ersten Reihe: Ingrid Dunse (von rechts), Sabine Brülke aus Schwentinental und Hans Dunse aus Ruhwinkel.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Stolpe. „Und wie machen wir das?“ Hören – Ohr oder Wange an den Mund des Patienten. Sehen, ob sich der Brustkorb hebt? „Höchstens zehn Sekunden darf das dauern“, mahnt Greiner. Ist keine Atmung zu erkennen, muss der Kopf überstreckt werden, damit die Zunge nicht in den Rachen rutscht. Also eine Hand ans Kinn, die andere an die Stirn.

Nächster Schritt: Notruf 112 wählen. Wenn Leute in der Nähe sind, gezielt ansprechen: „Sie in der roten Jacke, helfen Sie!“ Der plötzliche Herztod ist mit fast 100000 Fällen jährlich die häufigste Todesursache. Die Herzdruckmassage ist das wichtigste Mittel der Ersthelfer. Jede Minute ohne Versorgung mindert die Überlebenschance um zehn Prozent.

100 bis 120 Mal in der Minute muss der Brustkorb fünf Zentimeter eingedrückt werden. Wer kann und will, macht nach 30 Stößen zwei Beatmungen. „Da kommt man richtig in Schweiß.“ Jörg Engelmann pustet ordentlich nach der ersten Übungseinheit mit Anne, der Versuchspuppe.

Amtsvorsteher Engelmann hat zusammen mit Otto Meyer, stellvertretender Bürgermeister in Stolpe, den Abend organisiert. 1000 Euro kamen aus der Amtskasse, der Rest stammt aus Kleinspenden, die im Rahmen der Aktion gesammelt wurden. 

Jeder kann die Aktion „Leben retten!“ von KN und UKSH unterstützen: mit Spenden auf das Hilfskonto DE05 2105 0170 1400 262000 bei der Förde Sparkasse oder Raumangeboten für Schulungen. Unternehmen können mit einer Mail an leben-retten@kieler-nachrichten.de zum Partner werden, um Schulungen (Kosten 1700 Euro) zu finanzieren. Weitere Infos: www.kn-hilft.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3