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Gemeinde zahlt das Abwracken

Heikendorf Gemeinde zahlt das Abwracken

Im Hafen von Möltenort wird ab Montag nächster Woche ein alter holländischer Fischkutter abgewrackt. Drei Wochen lang muss das seit 14 Jahren ungenutzte und vor sich hin dümpelnde verrostete Stahlschiff in seine Einzelteile zerlegt werden.

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Dieser alte holländische Fischkutter dümpelt seit 14 Jahren ungenutzt im Hafen von Möltenort. Ab 2. November wird der völlig verrostete Kahn abgewrackt.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. Wegen des desolaten Zustands kann der Kutter „Zwaardvis“ nicht mal mehr zum Kieler Schrotthandel auf dem Förde-Ostufer geschleppt werden. „Das ist leider nicht genehmigt worden. Es besteht die Gefahr, dass das Schiff sinkt“, sagt Heinz Theede, der als Geschäftsführer der Heikendorfer Gemeindewerke auch für den kommunalen Hafen zuständig ist. Theede spricht von einem „Problemschiff“, das 2001 in Möltenort festmachte, seitdem aber nie mehr in einen fahrtüchtigen Zustand versetzt wurde. Aus den ursprünglichen Plänen der Eignergemeinschaft als damalige Besitzerin, den 1949 gebauten Fischkutter zu sanieren und für Angeltouren zu nutzen, wurde nie etwas. Über Ebay-Aktionen habe, so Theede, der Besitzer dann noch zweimal gewechselt. In beiden Fällen seien die Bemühungen, das Schiff wieder seetauglich zu machen, aber ebenfalls gescheitert. Besonders ärgerlich für die Gemeindewerke: Die zuletzt nicht mehr bezahlten Liegeplatzgebühren summieren sich auf mittlerweile stattliche 12000 Euro. Zu dem Ausfall dieser Einnahmen kommen nun noch die Kosten für das Abwracken des Schiffes, die mit 30000 Euro veranschlagt sind. Da die letzten auswärtigen Schiffseigner auch mithilfe einer öffentlichen Halterfeststellung nicht ausfindig gemacht werden konnten, müssen nun die Heikendorfer Gemeindewerke den Kutter von einem Rendsburger Spezialunternehmen demontieren lassen.

 „Für das Schiff fühlt sich schon lange niemand mehr verantwortlich“, so Heinz Theede. Er ist aber froh, dass dieses traurige Kapitel in der Geschichte des Möltenorter Hafens trotz der hohen Kosten nun endlich ein Ende findet. „Wegen Undichtigkeiten an Deck mussten wir in den vergangenen beiden Jahren schon zwei Mal Schadstoffe entsorgen. Das hatte uns zusätzlich einige tausend Euro gekostet.“

 Der Fischkutter „Zwaardvis“ mit seinem einstigen Heimathafen Ijmuiden an der holländischen Nordseeküste liegt jetzt zum Abwracken bereit an der Möltenorter Fischerpier. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag und dauern werktags voraussichtlich bis zum 20. November. Während dieser Zeit wird das Hafenvorfeld zwischen der Nordmole und dem Netztrockengarten eingezäunt und als Baustelle genutzt. Die Zufahrt auf das Hafengelände ist nur über die Einmündung an der Bergstraße möglich. Der Fischverkauf von den Kuttern ist davon nicht betroffen. Für die etwas lautere Geräuschkulisse im Hafenbereich bittet Heinz Theede die Anwohner um Verständnis.

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Foto: Geschafft: Das verrostete Schiff konnte nun endlich aufgebockt werden. Es wird in den nächsten beiden Wochen mit Trennschleifern in seine Einzelteile zerlegt.

Mit zwei gewaltigen jeweils 220-Tonnen-Telekränen konnte der holländische Fischkutter „Zwaardvis“ am Montag nun endlich aus dem Möltenorter Hafen gehoben und anschließend zum Abwracken aufgebockt werden.

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