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Drei Sterne für Bundeswehr-Quartier

Kaserne Todendorf im Test Drei Sterne für Bundeswehr-Quartier

„Nein, einen Kinderspielplatz haben wir nicht“, sagt die Pressesprecherin der Bundeswehr in Todendorf, Nicole Balzer, fast etwas ängstlich. Keine Punkte also von der Hohwachter Bucht Touristik. Trotz des kleinen Mankos schneiden die neuen Unterkünfte der Kaserne am Ende gut ab.

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Sauna? Safe? Sofa? Grit Wenzel (rechts) und Antje Neefe von der Hohwachter Bucht Touristik klassifizieren zusammen mit der Bundeswehrsprecherin Nicole Balzer das neue Zimmer von Mathias Loy.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Panker. Zwei große Wohnblöcke der Flugabwehrraketengruppe 61 sind in den vergangenen Jahren modernisiert worden. Ihre Zimmer liegen auf dem höchsten Standard, den die Bundeswehr ihren Soldaten zu bieten hat. Wie sieht die Qualität der Unterkünfte in Sternen ausgedrückt wohl aus? Grit Wenzel und Antje Neefe von der Hohwachter Bucht Touristik wollen das auf Bitten der Kieler Nachrichten herausfinden.

Die Ausstattung des Zimmers mit Bett, Schrank (mit abschließbarem Fach), Schreibtisch und blauen Vorhängen beurteilen die Touristiker im Allgemeinen als „hochwertig“, nicht ohne den kleinen Hinweis zu geben, dass ein Nachttisch auch ganz angenehm wäre. Den hat Soldat Mathias Loy aus einem Tritt improvisiert. Der Flachbildschirm macht das Bild wieder gut. An den Gemeinschaftsräumen – unter anderem eine kleine Teeküche auf dem Flur – finden die beiden Prüferinnen nichts zu meckern, auch wenn Waschmaschine und Trockner noch „im Zulauf“ sind, wie es im Bundeswehrjargon heißt.

18 Seiten lang ist der detaillierte Prüfkatalog des Tourismusverbandes. Am Ende steht die Gesamtpunktzahl bei 504 für die Kaserne Todendorf. Grit Wenzel: „Das ist eine sehr ordentliche Drei-Sterne-Qualität.“ Bei 449 Punkten wären es nur zwei gewesen, bei 650 vier Sterne. Wenzel war positiv überrascht, auf welchem Stand die Bundeswehr ist. In den Einzelzimmern sei Privatsphäre möglich. Das muss bei der Bundeswehr wohl auch so sein. Denn die Zeiten der Wehrpflicht und damit der Acht-Mann-Stuben sind vorbei.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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