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Moderne Unterkünfte für Soldaten

Kaserne Todendorf wird umgebaut Moderne Unterkünfte für Soldaten

Die Bundeswehr startet in der Kaserne Todendorf zu einer Komfort-Offensive. Vier Mannschaftsunterkünfte mit Platz für 106 Soldaten werden bis 2017 auf einen modernen Standard gebracht.

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Ralph Döhle ist zuständig für die Sanierung der Mannschaftsunterkünfte der Kaserne Todendorf.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Todendorf. Die neuen Quartiere, die sich die Bundeswehr zusammen rund sechs Millionen Euro kosten lässt, werden vor Ort sehnsüchtig erwartet. Als Todendorf noch ein reiner Übungsplatz war, schliefen vier bis sechs Soldaten in einem Zimmer, erzählt der Infrastrukturbeauftragte Ralph Döhle, der für die Sanierung zuständig ist. Gemeckert hat niemand. Die Männer und Frauen kamen nur für maximal 14 Tage an die Ostsee und kehrten nach dem Schießen wieder zurück in ihre komfortableren Stützpunkte. Für einen Übungseinsatz rückt man enger zusammen: Das gilt bis heute in der Truppe. Doch seit 2013 mit dem Einzug der Flugabwehrraketengruppe 61 versehen rund 400 Kräfte dauerhaft ihren Dienst in Todendorf. Und die wollen es natürlich bequemer haben. Döhle: „Wir sind eine Freiwilligenarmee und werben um Nachwuchs. Da passt es nicht, neue Soldaten in Vier-Mann-Stuben unterzubringen.“

 Von diesen alten Zeiten hat die Kaserne Todendorf auch bereits Abschied genommen. Maximal zwei Soldaten teilen sich heute ein Zimmer. Allerdings gibt es nur Gemeinschaftstoiletten und gemeinsame Duschen.

 Doch das ist nur eine Zwischenlösung. Es ändert sich etwas. Seit fünf Monaten arbeiten Handwerker an den ersten beiden Blöcken aus dem Jahr 1989. Die Männer und Frauen erhalten Einzelquartiere mit Internet und Fernsehanschluss. Ein Zimmer ist mindestens 13,5 Quadratmeter groß und besitzt einen kleinen Vorraum. Mit etwas Glück ziehen einzelne Soldaten auch in größere Unterkünfte, weil die bestehenden Zimmer halt größer sind. Döhle: „Ich kann schließlich keine Wände einreißen und versetzen.“ Die Gebäude wurden für den Umbau komplett entkernt. Bis auf das Mauerwerk ist alles neu: Fenster, Fußböden, Dämmung, Heizung, Lüftung und Türen. Auch neue Möbel gibt es für die Bewohner. Der Bundeswehrstandard heißt dazu „Buche Dekor“. Im März 2016 sollen die ersten Soldaten ihre Zimmer beziehen können. Der Umbau der übrigen Quartiere dauert bis zum Frühjahr 2017.

 Der Bedarf an Wohnraum ist groß für den Standort Todendorf. Alteingesessene Soldaten stammen zwar aus den Dörfern der Umgebung, aber vor allem junge Menschen leben fernab ihrer Heimatgemeinde und verbringen ihre Zeit – auch viele Wochenenden – in der Kaserne. Für etwa 100 Männer und Frauen ist Todendorf so etwas wie ein Zuhause auf längere Zeit.

 Die Flugabwehrraketengruppe 61 ist eine Einheit für bodengebundene Luftverteidigung. Sie verfügt über die Waffensysteme Mantis, Ozelot mit dem leichten Flugabwehrsystem und einem großen Luftüberwachungsradar.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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