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Keramikspende fürs Probstei Museum

Schönberg Keramikspende fürs Probstei Museum

Das Probstei Museum in Schönberg konnte seine Keramik-Sammlung komplettieren. Dank einer Spende der Fielmann AG sind nun 17 weitere Geschirrteile in drei Vitrinen zu sehen, die einen Überblick über die Geschichte des Töpferhandwerks in Ostholstein geben.

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Keramik-Fachmann Christian Lantau (von links) hält eine typische Schale aus Preetzer Töpferwerkstätten in Händen, Horst Tuchtenhagen von der Fielmann AG zeigt den Erntetopf und Bürgermeister Dirk Osbahr die sogenannte Probsteier Doppelschüssel.

Quelle: Astrid Schmidt

Schönberg. Beim Anblick der Schalen, Krüge, Teller, Erntetöpfe und Messingkannen schlagen Sammlerherzen höher. Ein besonderes Stück ist die sogenannte Probsteier Doppelschüssel, eine große Schale mit einem kleinen Schälchen in der Mitte und einem mit einem Spruch verzierten Fahne (Rand): „Fisch und Vogel mag ich gernen, 1752“ ist dort zu lesen. Am Dekor und der Randgestaltung kann Keramiksammler und zweiter Vorsitzender des Probstei Museums Christian Lantau ablesen, aus welcher Region das Geschirr stammt. „Ungewöhnlich ist die blaue Farbe im Dekor, die hat man in Ostholstein nicht verwendet“, weiß Lantau. Hingegen sei das eingebrannte Haus im Boden der großen Servierschale „typisch für das Töpferhandwerk aus Preetz“, so der Fachmann.

 Eine ganze eigene Geschichte hat der große Erntetopf, der ebenfalls zur Sammlung gehört. „Die ehemalige Besitzerin hat diesen Topf in Scherben gekauft und ihn fachmännisch zusammensetzen und kleben lassen“, so Lantau. Es handele sich zwar um Gebrauchskeramik und nicht um Prunkware, aber er sei überzeugt davon, dass beispielsweise ein solcher Erntetopf nicht mit aufs Feld getragen wurde, sondern er in Geschirrregalen auf die Reichhaltigkeit der Aussteuer der Hausfrau hingewiesen hatte und als Prunkstück behandelt wurde. „Deshalb sind diese Dinge auch noch so gut erhalten“, meinte Lantau. Er war besonders erfreut, dass er dank der Fielmann-Spende die 17 Teile erwerben konnte. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Museum mithilfe einer Privatspende der Familie Kempfert einige Teile dieser in Niedersachsen beheimateten Sammlung gekauft. Als er im Rahmen einer früheren Spendenübergabe dem Kustos der Fielmann-Stiftung, Jürgen Ostwald, davon berichtete, hatte dieser ihn aufgefordert, auch den Rest zu kaufen. Das ließ sich Lantau nicht zweimal sagen, und so ist nun die komplette Sammlung der alten Dame aus Niedersachsen im Probstei Museum zu sehen. „Die ehemalige Eigentümerin hat angekündigt, sich die Ausstellung einmal selbst ansehen zu wollen“, erzählt Lantau.

 Die Fielmann AG unterstützt rund 200 kleinere und mittlere Museen in ganz Deutschland, 175 davon in Schleswig-Holstein.

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