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„Alles auf Anfang“ in Mönkeberg?

Kindergarten-Neubau „Alles auf Anfang“ in Mönkeberg?

Die Ankündigung eines Bürgerbegehrens gegen den Kindergarten-Neubau in Mönkeberg hat in den politischen Parteien und in den sozialen Netzwerken heftige Reaktionen ausgelöst. Die Initiatoren des Protestes wiederholten ihre Forderung, Alternativen zum Standort Vossbarg zu prüfen.

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Das Luftbild zeigt die Fläche, die für den neuen Mönkeberger Kindergarten überplant werden soll. Sie grenzt an die Sackgassen Vossbarg (oben) und Am Grün (rechts). Die Zufahrt soll von der Straße Grüne Kante (ganz oben) erfolgen, am heutigen Waldrand, links von der Häuserreihe am Vossbarg.

Quelle: Ulf Dahl

Mönkeberg. „Ja, wir brauchen eine größere Kita“, sagte Anwohner Jan-Willem Rossée im Gespräch mit den Kieler Nachrichten. Man wolle den geplanten sechszügigen Kindergarten überhaupt nicht verhindern.

 Das Problem sei die mangelnde Transparenz in dem Verfahren. „Wenn es wirklich keinen besseren Standort als den Vossbarg gibt, dann ist das so.“ Er könne sich durchaus noch eine einvernehmliche Lösung mit der Gemeinde vorstellen, wenn die Untersuchung aller möglichen Standorte „mit einem hohen Maß an Transparenz“ dargelegt würde, beispielsweise durch Akteneinsicht. „Dann sind wir auch still“, so Rossée.

 Im Mittelpunkt der Kritik steht der Aufstellungsbeschluss der Gemeindevertretung für den Bebauungsplan Vossbarg-Ost. Es gebe „zu viele unbeantwortete Fragen“ und Begründungen, die „nicht wirklich nachhaltig sind“, so Rossée. Insbesondere hinsichtlich der Kosten fehle die „notwendige Transparenz“, um Alternativen wie beispielsweise das Kleingartengelände am Gänsekrugredder vergleichen zu können. „Der Kita-Standort ist nicht alternativlos“, behaupten die Initiatoren in ihrem Text zum geplanten Bürgerbegehren. Und: „Wir fordern eine echte Prüfung aller Alternativen!“

 Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze (SPD) will sich den Schuh hinsichtlich mangelnder Transparenz in dem Verfahren nicht anziehen. „Jeder Bürger hat die Möglichkeit, an öffentlichen Ausschusssitzungen teilzunehmen. Es gibt keine Geheimniskrämerei“, sagte er auf Nachfrage.

Mehr Transparenz gefordert

 Die UWG-Fraktion in der Gemeindevertretung sieht das anders: „Es gibt viele Dinge, die man öffentlich hätte machen können oder sogar müssen“, sagte Vorsitzender Peter Lehswing. Seine Fraktion habe frühzeitig mehr Transparenz gefordert. Die Standortbestimmung etwa sei entgegen einem Antrag der UWG in nichtöffentlicher Sitzung beraten worden. „Der Kindergarten-Neubau ist ein wichtiges Projekt. Da hätte man über grundsätzliche Argumente verschiedener Standorte öffentlich sprechen können.“

 Den Fraktionen von CDU und SPD wirft Lehswing vor, falsche Zahlen an die Öffentlichkeit gebracht zu haben – zum Nachteil alternativer Standorte. Diesen Vorwurf wies der SPD-Fraktionsvorsitzende Dietmar Katzer, selbst direkter Anwohner des geplanten Baugeländes, auf Nachfrage zurück: „Die Berechnungen, die die Verwaltung uns vorgelegt hat, sind solide. Mir ist nicht bekannt, dass es andere Zahlen gibt.“ Bürgermeister Heinze möchte den Vorwurf der Verschleierungstaktik nicht stehen lassen: „Einsicht in die Verfahrensakte kann nach Rücksprache mit dem Bürgermeister jeder Bürger nehmen. Dieser Grundsatz gilt jedoch nicht, wenn persönliche Grundstücksbelange betroffen sind.“

 Die Initiatoren des Bürgerbegehrens haben sich unterdessen noch schärfer aufgestellt. Auf einer Internetseite werben sie für ihr Vorhaben, den Beschluss für den Standort Vossbarg zu kippen. „Wir wollen alles auf Anfang stellen“, erklären sie. Sie stellen aber auch klar: „Kinder sind unser größtes Gut. Ihnen gehört unsere ganze Aufmerksamkeit und die Zukunft.“

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