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Spende für syrisches Hilfsprojekt

Kirchenkreis Plön-Segeberg Spende für syrisches Hilfsprojekt

50000 Euro Soforthilfe für zwei Hilfsprojekte im syrisch-jordanischen Grenzgebiet hatte der Kirchenkreis Plön-Segeberg schon im März zur Verfügung gestellt. Jetzt kommen weitere 25000 Euro von der Kirche und 29000 Euro Spenden dazu, um notleidenden und traumatisierten Menschen zu helfen.

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Peter Wiegner (links), Präses der Synode, sowie die beiden Pröpste Erich Faehling (von rechts) und Daniel Havemann begrüßten Jens Schwalb von der Johanniter-Auslandshilfe im Haus der Diakonie in Preetz.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Zur Synode im Haus der Diakonie in Preetz begrüßten die beiden Pröpste Daniel Havemann und Erich Faehling sowie Präses Peter Wiegner einen Gast: Jens Schwalb von der Johanniter-Auslandshilfe stellte die Hilfsprojekte vor. Seit Ende 2012/Anfang 2013 seien die Johanniter in Syrien, Jordanien, Libanon und Palästina tätig. Demnächst komme noch der Irak hinzu.

In der Region Irbid leben viele syrische Flüchtlinge in jordanischen Gastfamilien. Ihre Versorgung mit Lebensmitteln müssen sie selbst organisieren, doch Lebensmittel sind teuer. Deshalb werden vor Ort je nach Bedarf Care-Pakete mit Reis, Mehl, Nudeln, Linsen, Bohnen, Öl, Zucker und Salz gepackt, um den Flüchtlingen, aber auch den Gastfamilien eine ausgeglichene Ernährung zu ermöglichen. „Ein Paket wiegt rund 50 Kilo“, erzählt Schwalb. „Der Inhalt reicht fünf bis sechs Menschen für drei bis vier Wochen.“

Aufgebaut wurden außerdem ein Jugendkulturzentrum und ein Kindergarten, über die die Helfer an die bedürftigen Familien herankommen. Dort soll vor allem den traumatisierten Kindern geholfen werden. Aber auch jordanische Kinder sind willkommen, um die Integration der syrischen Flüchtlinge zu erleichtern. 600000 von ihnen leben mittlerweile im Nachbarland Jordanien. Gemeinsam wird im Kulturzentrum getanzt und gesungen, in sogenannten „child friendly spaces“ finden die Kinder einen Rückzugsort. Junge Flüchtlinge mit schweren Schäden an der Seele werden an das Traumazentrum in Amman weitervermittelt. „Ein weiteres Ziel der Angebote ist die Flucht aus dem tristen Alltag unmittelbar an der Grenze“, erzählt Schwalb. Die Johanniter arbeiten mit Freiwilligen aus lokalen Organisationen zusammen. „Wir versuchen immer, die Gemeinde mit ins Boot zu holen“, so Schwalb.

„Ich bin fasziniert, wie groß die Solidarität der Menschen ist und wie stark die integrativen Signale sind“, zeigt sich Propst Erich Faehling beeindruckt. Die konkrete Hilfe vor Ort sei wichtig. „Das Warten in der Nähe der Heimat ist ganz anders als irgendwo in Europa.“ Propst Daniel Havemann hofft, dass weitere Spenden zusammenkommen und man die Projekte auch in Zukunft unterstützen kann. Der Kirchenkreis helfe auch den Flüchtlingen in Deutschland, „aber wir dürfen die nicht aus dem Blick verlieren, die nicht zu uns kommen wollten oder konnten.“

Während der Andacht zum Auftakt der Synode wurde Pastor Wolfgang Stahnke als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verabschiedet. Er übernimmt die Stelle des Krankenhausseelsorgers in Bad Oldesloe und den Aufbau der Notfallseelsorge in der Propstei Segeberg.

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