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Kirchenkreis will Pflegeheim betreiben

Haus am Cathrinplatz in Preetz Kirchenkreis will Pflegeheim betreiben

Mit großer Mehrheit hat eine Sondersynode des Kirchenkreises Plön-Segeberg die Pläne des Diakonischen Werks unterstützt, den Betrieb einer neuen Pflegeeinrichtung in Preetz zu übernehmen. Damit kann der Mietvertrag für das von einem Investor geplante Gebäude am Cathrinplatz unterzeichnet werden.

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Auf der Nordseite des Cathrinplatzes in Preetz soll die Pflegeeinrichtung gebaut werden. Diakonie-Geschäftsführer Michael Steenbuck (von links), Peter Wiegner als Vorsitzender der Synode und Propst Erich Faehling freuen sich über die Entscheidung der Synode für die Trägerschaft.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Die INP Holding AG aus Hamburg will, wie berichtet, das Haus mit insgesamt 75 Pflegeplätzen auf der Nordseite des Platzes bauen. Der beauftragte Architekt Reinhold Wuttke hatte die Zeichnungen mehrfach im Ausschuss für Bauplanung vorgestellt und Wünsche der Ausschussmitglieder mit aufgenommen. Deutlich wurde in den Diskussionen immer wieder, dass die Kommunalpolitiker dem Bau nur zustimmen wollten, wenn die Diakonie als Mieter die Einrichtung betreibt.

 „Wir freuen uns über dieses Vertrauen, das ja auch eine Anerkennung für die Arbeit der Mitarbeiter ist“, erklärte Propst Erich Faehling, der die Entscheidung der Sondersynode „mit großer Freude“ entgegennahm. Es sei weit mehr als nur ein Beschluss für die Trägerschaft, so Faehling: „Das ist eine Entscheidung für das pflegende Gesicht der Kirche.“ Der Propst verwies auf das Gesamtkonzept mit der Pflege aus einer Hand von der ambulanten Versorgung zu Hause über die Tagespflege, betreutes Wohnen und Altenheim bis hin zur stationären Pflege und der Betreuung im Hospiz.

 „Wir sind froh und dankbar, dass das, was wir seit eineinhalb Jahren auf den Weg gebracht haben, durch Beschluss der Synode bestätigt wurde“, sagte auch Michael Steenbuck als Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Im „Haus am Cathrinpatz“, so der bisherige Arbeitstitel, könnten die Menschen noch besser versorgt werden. Es sei aber auch eine Verbesserung für die Mitarbeiter, die in der jetzigen Einrichtung „Haus am Kirchsee“ auf sechs Ebenen tätig seien, im neuen Gebäude aber nur noch in zwei Bereichen.

 Die Größe mit 75 Betten sei durchaus wirtschaftlich, betonte Steenbuck. „Die Durchschnittsgröße in den diakonischen Heimen in Schleswig-Holstein liegt bei 65 Betten“, berichtete Peter Wiegner, Vorsitzender der Synode: „Viele Menschen scheuen sich vor großen Einrichtungen, sie wollen das familiäre Ambiente.“ Man müsse natürlich verantwortlich mit den Geldern umgehen, fügte Faehling hinzu. „Aber wir müssen keine Fonds bedienen oder Investoren fröhlich machen, sondern sind dazu da, Menschen zu betreuen.“ Selbst bauen wollte der Kirchenkreis nicht: Man sei zufrieden damit, sich auf die Trägerschaft zu konzentrieren, so der Propst. Als Bauherr müsste man noch zusätzliche Aufgaben schultern.

 Die Lage mitten in der Innenstadt sei für Bewohner und Besucher ideal, lobten alle. „Geplant ist eine attraktive Dachterrasse, auf der man sich gut aufhalten und das Treiben auf dem Cathrinplatz beobachten kann“, erklärte Steenbuck. Das Haus liege nur 100 Meter vom Bahnhof entfernt und biete jede Menge Parkplätze vor der Tür. „Die Bewohner können das Zentrum schnell erreichen und am Leben teilnehmen.“ Das neue Gebäude soll hell und lichtdurchflutet sein. Durch Fensterfronten bis zum Boden könnten auch im Bett liegende Menschen am Leben draußen teilhaben.

 Nach dem Umzug soll das Haus am Kirchsee umgebaut werden. Die bisherigen 45 Pflegebetten werden in den Neubau verlegt und um 30 weitere aufgestockt. Im Betreuten Wohnen sollen neben den bereits bestehenden 26 Wohnungen für Einzelpersonen weitere 18 für sechs Einzelpersonen und zwölf Ehepaare entstehen.

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