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Kita weckt Lust an der Sprache

Wankendorf Kita weckt Lust an der Sprache

Ein Schild am DRK-Kindergarten in Wankendorf macht jetzt auf ein besonderes Bildungsprojekt aufmerksam. Tatjana Spitza fördert die 97 Steppkes in der Einrichtung am Schulweg bei ihrer Sprachentwicklung – hin zum Gebrauch ganzer Sätze und der Entwicklung eines vielfältigen Sprachschatzes.

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Sprachfachkraft Tatjana Spitza animiert die Kitakinder in Alltagssituationen wie in der Sandkiste, ihre Spiel-Aktivitäten beim Namen zu nennen.

Quelle: Sven Tietgen

Wankendorf. Unterricht oder Übungsprogramme wendet die als Sprachfachkraft eingestellte Kleinkummerfelderin nicht an: Gelernt wird spielerisch im Kita-Alltag. Ob in der Sandkiste beim Hantieren mit Eimer und Schaufel, beim gemeinsamen Aufdecken für die Mittagsmahlzeit, Puzzles legen oder anderen Aktivitäten: Tatjana Spitza animiert die Kinder dazu, die Dinge und ihre Handlungen in der Situation zu benennen. Weiterhin arbeitet sie mit Reimen und achtet darauf, dass ein Buch bis zum Schluss gelesen wird und ein Spiel bis zum Ende läuft. „Wir arbeiten sozusagen verdeckt, wir verbessern nichts direkt, wir wollen den Kindern die Lust am Sprechen beibringen. Es ist so wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, denn das passiert zu Hause nicht mehr so viel“, erklärte die studierte Vermittlungswissenschaftlerin. Kitaleiterin Christa Weber berichtete, dass es 25 Kinder mit Förderbedarf gebe. Von dem Projekt Sprach-Kita profitieren aber alle Jungen und Mädchen.

„Es wird in den Familien nicht mehr vorgelesen, sondern nur eine CD abgespielt. Da entstehen Defizite, das merken wir im Alltag. Dabei ist Sprache der Schlüssel zur Welt“, betonte Weber. Von den 24,5 Wochenstunden verwendet Tatjana Spitza 19,5 Stunden für die alltagsintegrierte Sprach-Kita, fünf Stunden setzt sie gezielt in kleinen Gruppen für die Sprachförderung ein. Als zusätzliche Mitarbeiterin entlastet sie auch ihre Kolleginnen. Gefördert wird die Stelle aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums.

Froh ist Peter Sönnichsen, dass die 1969 gegründete Kita nach ihrer Bewerbung den Zuschlag für das auf vier Jahre angelegte Projekt bekommen hat. „Vor zehn Jahren hat man noch nicht so auf Sprache geachtet. Durch die Veränderung in der Arbeitswelt ist das jetzt viel mehr Thema“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins DRK Wankendorf.

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