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Kläranlage auf Energiesparkurs

Lütjenburg Kläranlage auf Energiesparkurs

Die Lütjenburger Kläranlage erfüllt ab sofort alle behördlichen Auflagen in Bezug auf Umweltschutz und Betriebssicherheit und soll die Energiebilanz um 30 bis 40 Prozent verbessern. Dieses Ziel setzte Stadtwerke-Vorstand Dennis Schulz am Mittwoch bei der Abnahme des zweijährigen Umbaus.

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Ingenieur Dirk Hansen (Mitte) erläuterte Ingo Eitelbach (Stadtwerke Plön, von links), Nils-Peter Riedel ( Gewässerbeauftragter der Stadt Lütjenburg), Traudl Holst (stellvertretende Bürgermeisterin), Hans Fritzenkötter und Thorsten Först, stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender des Verwaltungsrates, sowie Stadtwerke-Vorstand Dennis Schulz bei der Bauabnahme an der Kohlenstoff- und Eisen-Dosieranlage die Erneuerung der Technik.

Quelle: Orly Röhlk

Lütjenburg. 900000 Euro wurden in die Maßnahme investiert. Alles begann 2011 mit dem Bau des Blockheizkraftwerks, das mit Faulgas zur Strom- und Wärmeerzeugung betrieben wird. „Zuvor hat man das Faulgas abgefackelt“, beschrieb Schulz den Unterschied. Dirk Hansen vom Ingenieurbüro für Elektrotechnik Hansen und Klümpen aus Neumünster erläuterte bei einem Rundgang über das Gelände die optimierte Steuerungs- und Messtechnik. Nach seinen Worten gehört die Lütjenburger Anlage mit Energiewerten zwischen zehn und 20 Kilowattstunden pro Einwohner pro Jahr im bundesweiten Leistungsvergleich in ihrer Größenklasse zu den besten Anlagen.

 Ihre Größe ist auf 30000 Einwohner ausgelegt. Ein Wert, der im Sommer, wenn sich viele Touristen in der Region aufhalten, auch erreicht wird. Im Winter pendelt sich die Belastung bei 22000 Einheiten ein. Angeschlossen sind aus dem Amt Lütjenburg die Stadt sowie die Gemeinden Hohwacht, Giekau, Panker, Behrensdorf, Klamp und Blekendorf. Aus dem Amt Selent-Schlesen Selent und Lammershagen.

 „Wir mussten die Reinigungsleistung in Bezug auf Phosphate, Nitrate und Stickstoff verbessern“, so Schulz mit Blick auf die Einleitung des geklärten Wassers in die Kossau. Er ist froh, dass Ralf Bosse von der unteren Wasserbehörde des Kreises Plön den Umbau begleitet hat, sodass nunmehr alle behördlichen Auflagen erfüllt seien. Dazu zählt das Energiemanagement. In 14 Tagen werde man damit beginnen, als weiteres Projekt die Beleuchtung auf LED umzustellen. Das bedeutet im Außenbereich eine Reduzierung von zweimal 75 Watt auf 21 Watt. Die Gebühren für die Bürger erhöhen sich 2016 nicht, das sei politisch so gewollt, sagte Schulz. Drei neue Computerarbeitsplätze gehören ebenfalls mit zur Ausstattung. Sie erlauben Abwassermeister Markus Willhöft, seinem Stellvertreter Peter Meißner und den anderen Kollegen eine ständige Überwachung des Abwassersystems. So lassen sich bei Rohrbrüchen Schwachstellen schnell orten. So wie kürzlich in Haßberg, wo durch einen Rohrbruch Trinkwasser ungehindert in den Schmutzwasserschacht lief. Die Bewohner waren nicht anwesend. Anhand des Übersichtsplans ließ sich am Bildschirm der Bereich eingrenzen und der Wasseranschluss zudrehen.

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