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Kleine Lösung für den Gerberhof?

Plön Kleine Lösung für den Gerberhof?

Nach diversen Diskussionen, Stellungnahmen und einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung scheint nun wieder eine sichtbare Bewegung in das Verfahren um das Gebiet Schwanensee, Gerberhof und Gänsemarktviertel in Plön zu kommen. In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Mittwochabend wurde ein dreidimensionales Modell des geplanten Quartiers vorgestellt, das bei den Ortspolitikern viele Befürchtungen zerstreute und manche Fantasien beflügelte.

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An der neuen Planungsvariante für den Bereich Schwanensee (vorn), Gerberhof (rechts) und „Gänsemarktviertel“ (Mitte) konnten sich die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses ein Bild von den Dimensionen des Vorhabens machen. Die neuen Gebäude sind weiß, die alten gelb dargestellt.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Vor über zwei Jahren entwickelte Investor Carsten Nemitz die Idee, den historischen Plöner Gerberhof in der Lübecker Straße 9 zu sanieren, wenig später weitete er das Vorhaben auf die Bildung eines neuen Wohn- und Geschäftsviertels rund um das Gelände des ehemaligen Getränkehandels Junghans und Söhne (Waldemar Stanitzke) aus. Am 5. März 2014 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss, den Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Schwentine, Schwanensee, Gänsemarkt und Lübecker Straße entsprechend zu ändern.

 In das nun vorgestellte städtebauliche Modell, das die Verwaltung initiiert habe, seien Anregungen und Konsequenzen aus den verschiedenen Beratungen bereits eingeflossen, erläuterte Bauamtsleiterin Jutta Kricheldorff. So könne man die drei Stadtvillen im Kernbereich durch eine optisch kleinteiligere Häuserzeile ersetzen, sagte sie – und tauschte diese Bausteine einfach aus.

 Den Befürchtungen, dass ein Neubau eines zwei- oder dreigeschossigen Gerberhofs zu hoch und optisch dominant würde, könne man mit der Festsetzung von maximaler Trauf- und Giebelhöhe im Bebauungsplan entgegenwirken. „Das war sogar in unserer Ursprungsplanung so vorgesehen“, warf Nemitz ein.

 Die Zahl der Wohneinheiten würde durch die Reduzierung auf kleinere Häuser von derzeit etwa 60 auf 44 sinken. Dieser Nachteil für den Investor – „das Ganze muss auch wirtschaftlich und refinanzierbar bleiben“ – berge auch einen Vorteil, den der Ausschussvorsitzende Bernd Möller auf den Punkt brachte: „Weniger Wohnungen bedeuten auch weniger Autos. Die Stellplatzproblematik wird entspannt.“ Zugleich zeigte er sich fast schon begeistert von dem Modell, das einen guten Eindruck gebe, wie sich das Quartier sehr gut in die Altstadt einfügen könne. „Wir schaffen Wohnraum , wo sich Menschen wohlfühlen können.“ Auf dieser Basis, so Meinungsbild und Beschluss des Ausschusses, sollte der Investor weitermachen.

 Dennoch bleibe die Erschließung des Gebiets ein Knackpunkt, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Mögliche verkehrstechnische Lösungen soll nun ein darauf spezialisiertes Planungsbüro erstellen. Diese könnten dann im Juli beraten werden, so Kricheldorff. Sie regte zudem an, dass die Ratsversammlung einen möglichen Aufstellungsbeschluss an den Ausschuss überträgt, ansonsten gehe es erst nach der Sommerpause weiter.

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