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Hochbeete für Senioren

Kleingärtnerverein Preetz Hochbeete für Senioren

Wenn das Bücken schwerer fällt und man auch die Gießkanne nicht mehr so weit tragen kann, wird die Arbeit im Kleingarten schnell zur Last. Der Kleingärtnerverein Preetz ist nun auf die Idee gekommen, eine seniorengerechte Parzelle anzulegen – mit Spalierobst und Hochbeeten.

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Joachim Koch, stellvertretender Vorsitzender der Preetzer Kleingärtner, und Vereinsfachberaterin Michaela Falk betrachten den Apfelbaum in der Parzelle, die für vier Senioren vorgesehen ist. Im Hintergrund wurden schon die Schalungssteine für die Hochbeete in die Erde gebracht.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. „Wir sind auf die Idee gekommen, als einige ältere Gärtner ausgeschieden sind“, erzählt Vereinsfachberaterin Michaela Falk. „Wir wollten sie mit ihren langjährigen Erfahrungen aber nicht einfach ziehen lassen“, fügt der stellvertretende Vorsitzende Joachim Koch hinzu: „Es ist auch ein Stück Integration.“ Und so nahm der Verein eine brachliegende Parzelle und modellierte sie um. Die Fläche liegt nah am Vereinsheim und am Parkplatz, sodass keine weiten Wege zurückgelegt werden müssen.

 Auf dem 600 Quadratmeter großen Hanggrundstück wurden das Erdreich verschoben und Terrassen angelegt, auf denen vier Hochbeete – je zwei links und rechts des Weges – entstehen. Die Schalungssteine wurden schon in die Erde gebracht, nun soll noch der Holzaufbau folgen. Die Hochbeete messen etwa 4,25 mal 1,25 Meter. Manche hätten gesagt, das sei doch zu klein, berichtet Michaela Falk. „Doch so kommen die Senioren von jeder Seite über die Mitte hinaus und können das Beet bearbeiten.“ Zwischen zwei Hochbeeten sollen Wasserentnahmestellen eingebaut werden, an die man auch einen Schlauch anschließen könnte. Geplant ist außerdem eine Laube für die Geräte mit einer überdachten Terrasse, „um den Garten auch mal zu genießen“.

 Vier Kleingärtner können sich die Parzelle teilen. Neben den vier Hochbeeten soll noch ein fünftes als Gemeinschaftsfläche entstehen. Dort könnte man zum Beispiel Erdbeeren pflanzen, meint Michaela Falk. Ein alter Apfelbaum soll noch beschnitten werden, dazu sollen an den Seiten Beerensträucher als Hochstämmchen und Spalierobst kommen. „Dann muss niemand zum Ernten auf die Leiter.“ Geplant seien auch eine Kräuterspirale und ein Staudenbeet, damit man sich auch Blumen mitnehmen könne. Für das neue Angebot haben die Vereinsmitglieder im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit schon fleißig angepackt. „Da steckt unheimlich viel Arbeit und Geld drin“, betont Koch. Neben den Erdarbeiten seien Bäume und Hecken geschnitten worden. Die Förde Sparkasse habe das Projekt mit einer Spende unterstützt, und Firmen hätten ihre Maschinen und Geräte umsonst oder für „sehr kleines Geld“ zur Verfügung gestellt. „Sonst hätten wir das gar nicht stemmen können.“

 In den Hochbeeten könne man eigentlich alles pflanzen, sagt Michaela Falk. Sie selbst habe auch eines und schon Buschbohnen, Möhren, Salat, Radieschen, Blumenkohl und selbst Kartoffeln ausgesät. Allerdings sollte man an den Fruchtwechsel denken. „Aber das wissen die erfahrenen Gärtner natürlich.“ Möglich wäre auch eine Rotation an den Hochbeeten. Die Pächter könnten sich absprechen, wer was pflanzt, und sich gegenseitig etwas abgeben. Interessenten gibt es schon: Der Verein ist mit zwei Senioren im Gespräch, andere können sich gerne noch melden. „Wir freuen uns besonders darüber, dass die anderen Gärtner die Idee toll finden und so viel mitmachen“, bedankt sich Michaela Falk.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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