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Herbststürme zerstören Winterlinde

"Gefahrbaum" gefällt Herbststürme zerstören Winterlinde

Die Herbststürme „Christian“ und „Xaver“ haben in Plön einigen Schaden angerichtet: Die Unwetter hatten die Winterlinde, die am Donnerstag im Königsgehege in Plön gefällt wurde, in einen „Gefahrbaum“ verwandelt, wie Thomas Kowol vom Institut für Baumpflege aus Hamburg feststellte.

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Thomas Kowol vom Institut für Baumpflege untersuchte die Winterlinden im Königsgehege in Plön, die im Baumkataster der Stadt Plön unter den Nummern 53 und 54 geführt werden, auf etwaige Schäden, die Nummer 55 (im Hintergrund) gilt als Gefahrbaum und wurde gefällt.

Quelle: Peter Thoms

Plön. „Die Stürme haben wohl derart an der Baumkrone gerüttelt, dass in rund 20 Meter Höhe ein dicker Ast nicht genügend Widerstand leistete und halb durchbrach. Ein Schaden, der von unten aus nicht entdeckt werden konnte.“

Nachdem mehrere Male gesund wirkende, belaubte Äste ohne Vorwarnung aus der Krone gebrochen und auf den Weg, der in den Parnasswald hinaufführt, gestürzt waren, waren Fachleute zunächst von einer neuartigen Baumerkrankung ausgegangen. Ähnliche Astabbrüche an anderen Stellen im Bundesgebiet legten die Vermutung nahe. Aber zumindest hinsichtlich einer neuen Baumkrankheit konnte der Spezialist aus Hamburg Entwarnung geben.

Das rettete die Winterlinde zwar nicht mehr, erlaubt aber den anderen Bäumen in der Allee einen sorgenfreien Lebensabend, wie eine nähere Begutachtung ergab. Im Baumkataster der Stadt Plön ist der „Gefahrbaum“ die Nummer 55, die Nachbarn 54 und 53 dürfen nach eingehender Untersuchung stehenbleiben, ebenfalls ein ebenso großer und alter Baum auf der anderen Straßenseite, der sich jedoch auf einem Privatgrundstück befindet und daher von der Stadt nicht mit durchnummeriert wurde. Kowol diagnostizierte an einem Baum einen etwa fünf Jahre alten Blitzeinschlag, der jedoch keinen schweren Schäden hinterlassen habe. Weitere Verletzungen entdeckte er in etwa drei Meter Höhe an einem Baumstamm – ein „eindeutiger Auffahrschaden“, wie ihn beispielsweise Müllwagen verursachen. Auf der engen, wassergebundenen Straße lasse sich so eine Kollision nicht immer vermeiden, zeigt Kowol Verständnis für Lkw-Fahrer.

Allerdings empfiehlt Kowol an den benachbarten Bäumen eine „Kroneneinkürzung“. Das verkleinere die Silhouette und damit die Windanfälligkeit der Bäume, die auf einem Höhenrücken an einer der höchstgelegenen Stellen (über 50 Meter über Normalnull) im Plöner Stadtgebiet stehen, und vor allem bei Stürmen aus Nordost windanfällig sind.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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