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Konflikt um naturnahen Spielplatz

Laboe Konflikt um naturnahen Spielplatz

Der seit Jahren in Laboe geplante naturnahe Spielplatz soll im Kurpark entstehen. Das empfahl der Bildungsausschuss am Dienstagabend der Gemeindevertretung. „Dann legen wir den Spaten hin und lösen den Verein auf“, sagte Uwe Steffen, zweiter Vorsitzender des Vereins Freunde des Kurparks.

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Soll nach dem Willen der Ausschussmehrheit naturnah umgestaltet werden: Spielplatz im Kurpark.

Quelle: Thomas Christiansen

Laboe. „Der Standort ist geeignet für die Anlage eines naturnahen Spielplatzes. Es ergeben sich jedoch Einschränkungen durch die Lage in einem Kurpark. Nutzungskonflikte wären bei der Planung intensiv zu erörtern und durch eine geschickte Planung auszuräumen“, lautete das Fazit der Landschaftsplanerin Heinke Marxen-Drewes, die im Ausschuss die Ergebnisse einer Begehung von fünf möglichen Standorten mit dem Arbeitskreis vorstellte. Auf Nachfrage hatte sie ausdrücklich bestätigt, dass sie die Konflikte im Kurpark für lösbar hält.

 Das sieht der Verein, der sich seit 2007 intensiv um die Pflege der Fläche kümmert, ganz anders. „Das würde den Park zerreißen, dann ist das keine Ruhezone mehr. Der ganze Charme wäre dahin“, meint Steffen. Gerade in dem vorgesehenen Bereich, in dem es jetzt einen kleinen Spielplatz mit Geräten gibt, habe der Verein in den vergangenen Jahren sehr viel neu angepflanzt. Er sieht die Gefahr, dass ein naturnaher Spielplatz schnell verwildern und die Umgebung in Mitleidenschaft ziehen könnte.

 Marxen-Drewes vom Büro für Landschafts- und Freiraumplanung in Melsdorf hatte schon 2012 und wegen der vielen neuen Ausschussmitglieder nach der Kommunalwahl 2013 erneut das Konzept eines naturnahen Spielplatzes vorgestellt, auf dem Kinder selbst tätig werden und Erfahrungen in naturnaher Umgebung sammeln können. Der beste Spielplatz sei einer, der nicht fertig sei. Im März 2014 hatte der Ausschuss bereits für den Standort Kurpark gestimmt und damit beim Verein heftige Proteste ausgelöst.

 Auf Nachfrage erklärte Marxen-Drewes jetzt im Ausschuss, dass sie nach der Begehung im Juli die Wulfsche Koppel im Oberdorf für den besten Standort hält: „Ein großer Platz, auf dem man vieles machen könnte und der gefahrlos von allen Seiten erreichbar ist.“ Nach langer Diskussion stimmten dann aber sechs Ausschussmitglieder für den Kurpark als erste Wahl, drei für die Wulfsche Koppel und einer für den Standort am Strand. Dem Beschluss, der Gemeindevertretung den Standort Kurpark und dem Finanzausschuss die Bereitstellung der Mittel für Planung und Umsetzung auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern im Haushalt 2016 zu empfehlen, stimmten am Ende neun Mitglieder zu, ein Vertreter enthielt sich.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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