25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Bewerber stehen Schlange

Konversion in Lütjenburg Bewerber stehen Schlange

Als die Bundeswehr im Dezember 2012 ihre Flagge über der Schill-Kaserne einzog, herrschte in Lütjenburg nackte Angst vor dem großen Leerstand.

Voriger Artikel
Schlagabtausch mit dem Bürgermeister
Nächster Artikel
Christian Prange ist Bootsmann des Jahres

Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn (links) präsentierte Landrätin Stephanie Ladwig und ihrem Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung, Thorsten Bents, mit einigem Stolz die Erfolge auf dem ehemaligen Gelände der Schill-Kaserne.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Dreieinhalb Jahre später wartet Bürgermeister Dirk Sohn mit einer fast sensationellen Botschaft auf: Insgesamt 15 große und kleine Investoren wollen sich mittlerweile auf dem Gelände niederlassen.

 „So schlimm ist die Konversion am Ende nicht, wenn man sie als Herausforderung annimmt“, sagte Sohn gestern bei einem Besuch der Plöner Landrätin Stephanie Ladwig und Vertretern von Kommunen, die zusammen mit Lütjenburg ein Bündnis für die Nachnutzung von Kasernen geschlossen haben. Zwei Drittel der insgesamt 24 Hektar haben nach seinen Angaben bereits eine neue Verwendung gefunden.

 Bekannt war bislang, dass Vitanas (Seniorenheim) und Busch-Poggensee (Landmaschinenhandel) große Flächen gekauft haben. Auch war klar, dass die Stadt die Grün- und Sportflächen übernimmt. Doch im Stillen haben die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die Konversionsbeauftragte Barbara Heinbockel und Bürgermeister Sohn mit weiteren Interessenten verhandelt. Absolut vertrauliche Gespräche, die aktuell in weiteren Verkaufsverträgen mündeten.

 Eine Halle erwarb beispielsweise ein Unternehmen aus Laboe, das in Lütjenburg Boote lagern möchte. Zwei Firmen aus der Stadt haben ebenfalls ein Gebäude erworben, in das unter anderem ein Hausmeisterservice einzieht. Die Nachfrage sei so groß, dass teilweise zwei Interessenten auf ein Objekt kämen, berichtete Sohn, der fest von weiteren Erfolgsmeldungen in den nächsten Monaten ausgeht. Auch die Zahl der erwarteten neuen Arbeitsplätze korrigierte er nach oben: Während bislang von 50 neuen Stellen die Rede gewesen war, sprach er nun von 60. Der Bürgermeister ist zufrieden mit dem Stand der Konversion: „Es geht auch in einer wirtschaftlich schwachen Region.“

 Wie es der Zufall will, tauchte ein weiterer Interessent gleichzeitig zum Besuch der Landrätin auf: Landesbedienstete fuhren mit einem Polizeiwagen vor, um das frühere Stabsgebäude der Kaserne zu besichtigen. Wie berichtet, sucht die Polizei nach neuen Räumlichkeiten in Lütjenburg, weil durch die Schließung der Station in Selent mehr Beamte untergebracht werden müssen. Das Stabsgebäude ist eine von drei möglichen Lösungen.

 Die Zukunft der Flächen, auf denen die maroden Mannschaftsunterkünfte stehen, ist hingegen noch unklar. Sie sind zunächst einer allgemeinen touristischen Nutzung gewidmet. Wie geht es weiter auf dem Kasernengelände? Noch Ende der Woche unterschreibt die Stadt die Kaufverträge für die Grünflächen und die Straße, die durch das Gebiet führen wird. Schon in der nächsten Woche gehen die Ausschreibungen für die ersten Bauarbeiten heraus. Im Oktober soll die Zuwegung, die im Wesentlichen aus den vorhandenen Betonplatten besteht, fertig sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Kreis Plön

Veranstaltungen im
Kreis Plön - Aktuelle
Termine, News, Infos

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3