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Konzept gesucht für die Ortsmitte

Heikendorf Konzept gesucht für die Ortsmitte

Die Gemeinde Heikendorf steigt jetzt in die konkrete Planung zur Neugestaltung ihrer Ortsmitte im Rahmen der Städtebauförderung ein. Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss gab am Mittwochabend grünes Licht für vorbereitende Untersuchungen einschließlich eines integrierten Entwicklungskonzeptes.

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Blick auf die Heikendorfer Ortsmitte: Die Stärkung von Dorfstraße und Schmiedeplatz (rechts) ist das zentrale Anliegen der Gemeinde im Rahmen der Städtebauförderung.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. In welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf? Wie sind mögliche bauliche Maßnahmen zu finanzieren, was ist überhaupt machbar? Diese und viele andere Fragen werden in der Expertise unter Beteiligung der Bürger beleuchtet. Ein noch zu bildendes Gremium „Ortsmitte“ soll nach einem Bieterverfahren, das jetzt ausgeschrieben wird, den Auftrag für die Untersuchungen an ein externes Planungsbüro vergeben.

 In gut einem Jahr sollen die Fachgutachten, zu denen auch ein Verkehrskonzept und die Fortschreibung des bereits bestehenden Einzelhandelsgutachtens zählen, vorliegen. Erst danach wird in den gemeindlichen Gremien über die finanzielle Machbarkeit von Einzelprojekten beraten. Vorerst 2,4 Millionen Euro bei einem vorgeschriebenen Eigenanteil Heikendorfs von einem Drittel dieser Summe stehen aus dem Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortszentren“ zur Verfügung.

 Laut Bürgermeister Alexander Orth könnten bei künftig verbesserter Haushaltslage durchaus weitere Fördermittel beantragt werden. „Es gibt Städte, die seit Jahrzehnten Projekte aus dem Städtebauförderprogramm finanzieren“, so Orth. Irritiert war er über den Einwand von Thure Spitz (UWH), dem eine „klare Zielfestsetzung“ fehlt. Die genau definierten Planungsziele würden sich laut Orth erst aus den vorbereitenden Untersuchungen ergeben und seien deshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht notwendig. Der Bauausschuss hatte zudem Anfang März eine grobe Marschroute vorgegeben. Danach wird etwa vor allem eine Stärkung des Schmiedeplatzes angestrebt, der eine Erweiterung des Sky-Marktes am dortigen Standort mit verbesserter Parkplatzsituation vorsieht. Für den geplanten Lidl-Markt soll es weiter die Optionen Laboer Weg und Schulredder (nach Abriss des alten Gebäudebestands) geben. Und auch die alte Mehrzweckhalle in der Dorfstraße soll gemäß momentaner Beschlusslage im Fachausschuss „möglichst erhalten bleiben“.

 Die gebührenpflichtige Parkzone im Möltenorter Weg wird erweitert. Hintergrund: Im oberen Bereich (Haus Nummer 22) waren die sechs gebührenfreien Stellplätze häufig von Heikendorfer Tagesgästen belegt. Diese sollen mit einem entsprechenden Anwohnerparkausweis nun wieder hauptsächlich den Bewohnern vorbehalten bleiben.

 Bürgermeister Orth regte außerdem an, über eine künftig nur noch große Parkbewirtschaftungszone in Fördenähe zwischen Möltenorter Weg/Strandweg/Kolonnenweg inklusive aller Nebenstraßen nachzudenken. Das würde die Beschilderung der gebührenpflichtigen Zonen erheblich vereinfachen. Darüber soll nun aber zunächst in den Fraktionen beraten werden.

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