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Die Familie verlor alles

Kornhof in Blekendorf niedergebrannt Die Familie verlor alles

Einen Tag nach dem verheerenden Feuer auf dem Kornhof in Blekendorf begannen Beamte der Kriminalpolizei am Dienstag mit der Suche nach der Brandursache. Der Brandort ist abgesperrt. Der Schaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf mehrere Hunderttausend Euro.

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Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Kornhofes wurde durch ein Feuer zerstört.

Quelle: Dirk Schneider

Blekendorf. Ein Mann hatte am Ostermontag gegen 17 Uhr von einer Koppel des Pferdehofs aus beobachtet, dass Qualm aus dem Gebäude aufstieg. Wenig später stand eine große, schwarze Rauchsäule über dem Bauernhaus (Baujahr 1866), die kilometerweit zu sehen war. Zehn Feuerwehren mit 150 Einsatzkräften rückten zu dem entlegenen Gehöft aus, das nur über Feldwege zu erreichen ist.

 Nach Angaben von Einsatzleiter Dieter Falkowski war zunächst die Wasserversorgung das große Problem. Glücklicherweise hatte sich unweit des Kornhofs nach den starken Regenfällen vor Ostern auf einer Wiese eine große Überschwemmung gebildet, aus der die Feuerwehren zunächst schöpfen konnten. Die Helfer mussten zusätzlich jeweils eine 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung nach Kletkamp und Blekendorf verlegen, um genügend Wasser an die Einsatzstelle zu bekommen.

 Die Löscharbeiten an dem rund 35 mal 15 Meter großen Gebäudekomplex dauerten die ganze Nacht über an, weil sich unter dem Schutt noch Brandnester befanden, die immer wieder aufflammten. Die letzte Brandwache zog gestern gegen 9 Uhr ab. Nach dem Abkühlen der Trümmer wollte die Kripo noch am Nachmittag erste Untersuchungen vornehmen.

 Die Brandruine bot am Morgen ein gespenstisches Bild. Während der Dachstuhl verbrannt und eingestürzt war, blieben zwei gut zehn Meter hohe Schornsteine stehen und ragten aus den Trümmern hervor.

 Die vierköpfige Familie, die in dem Haus wohnte, hat ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Das Feuer zerstörte das Innere des Kornhofs, ohne dass Möbel, Dokumente oder andere Habseligkeiten gerettet werden konnten. Die Betroffenen kamen zunächst bei Bekannten in Dannau unter.

 Glück im Unglück: Die Pferde, die in einem kleinen Stallanbau untergebracht waren, gelangten unversehrt ins Freie. Ein größerer Stall, der etwa 15 Meter entfernt lag, blieb von einem Übergreifen der Flammen verschont. Der leichte Wind trieb die Funken vom Stall weg auf eine Wiese. Weder Menschen noch Tiere kamen bei dem Feuer zu Schaden.

 Im Einsatz waren die Feuerwehren Kaköhl-Blekendorf, Nessendorf, Sechendorf, Lütjenburg, Hohwacht, Kletkamp, Högsdorf, Kirchnüchel, Dannau und Gowens.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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