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Wildpflanzen: So gut schmeckt die Natur

Kräuterpark Stolpe Wildpflanzen: So gut schmeckt die Natur

Das gute Wetter der vergangenen Wochen hat in der Vegetation für einen wahren Wachstumsschub gesorgt. Das gilt insbesondere für den Kräuterpark in Stolpe, wovon sich die Besucher anlässlich des Fests der Kräuter überzeugen konnten.

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Janina Timm brach auf der Kräuterführung im Kräuterpark Stolpe eine Lanze für die eigentlich verpönte Brennnessel. Richtig angepackt verbrennt man sich nicht und kann die zarten Triebe im Wildkräutersalat genießen, die getrocknete Pflanze als Tee aufbrühen oder frisch gepflückt zu einem Smoothie verarbeiten.

Quelle: Peter Thoms

Stolpe. Im Mittelpunkt standen neben vielen Verkaufsständen mehrere Kräuterführungen über das Gelände, die jeweils rund 60 Teilnehmern näherbrachte, was am Wegesrand grünt und blüht und alles andere als „Unkraut“ ist. Heilkräuterausbilderin Janina Timm ermunterte die Teilnehmer der Führung, den Giersch nicht nur als lästig zu sehen, sondern eher als willkommene Bereicherung der Speisekarte und als antirheumatisches und entzündungshemmendes Naturheilmittel.

Ähnliches gelte auch für Löwenzahn, der eigentlich komplett essbar sei, so die Expertin: Die Blätter als Salat und die gelbe Blüte als zum Verzehr geeignete Deko. Den Salat bereichern könnten auch die Schafgarbe und Brennnesseln, ermunterte Janina Timm ihre Zuhörer. Für die Brennnesseln gab es noch Tipps, wie man verhindert, dass man sich an den Nesseln verbrennt („von unten nach oben streichen“), und dass sich die ungeliebte Pflanze auch zu Smoothies (fein pürierte Mixgetränke aus Obst, Gemüse und Kräutern) verarbeiten lässt.

Andere Pflanzen am Wegesrand – und nicht nur im Kräuterpark – seien eher ungenießbar, könnten aber auch sinnvoll verwendet werden, erläuterte die Kräuterfachfrau am Beispiel Schöllkraut: Beim Einreißen der Blätter tritt ein gelber Saft aus, der auf die Haut aufgetragen, Warzen verschwinden lasse.

Bei eher rational veranlagten Teilnehmern der Führung sorgte eine Anmerkung von Janina Timm für leichtes Stirnrunzeln: „Was bei ihnen wächst, ist ihnen gebracht worden und sollte in ihr Leben integriert werden“ ermunterte sie ihre Zuhörer, sich intensiver mit Wildkräutern zu beschäftigen.

Das Fest der Kräuter machte Appetit auf weitere Veranstaltungen im Kräuterpark: Dazu gehören regelmäßige Führungen mit der Kräuterhexe durch den Park, kulturelle Veranstaltungen wie die Sommermärchentage (27./28. August) oder ein Klavierkonzert zu vier Händen (18. September). Diverse Kurse vermitteln den Wert von Kräutern als Heilpflanzen, Kosmetika oder Bereicherung der Speisekarte. Wer das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen vertiefen möchte, kann sich in Stolpe zum Heilpflanzenexperten ausbilden lassen (18./19. Juni und 15./16. Oktober).

Zwei Wermutstropfen gibt es: Das Café Re-Natur ist geschlossen und die Öffnungszeiten sind deutlich reduziert: Ab sofort ist nur noch sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten können unter Tel. 04326/289390 Führungen vereinbart werden.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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