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Sabine Hönig erfindet ihren Beruf

Kreagogik Sabine Hönig erfindet ihren Beruf

Das Berufsrateteam von „Was bin ich“ hätte sich die Zähne ausgebissen, und auch Google ist mit gerade einmal zwei Treffern recht zurückhaltend, wenn man die Berufsbezeichnung „Kreagogin“ eingibt. Die Rixdorferin Sabine Hönig hat unter dem Begriff „Kreagogik“ ihre Berufung zum Beruf gemacht.

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Drei bis vier Stunden braucht Sabine Hönig, um den feinen Draht so zu „stricken“, dass eine Wikingerkette entsteht. Auch diese jahrtausendalte Kunst vermittelt sie bei ihren Kreagogik-Angeboten.

Quelle: Peter Thoms

Rixdorf (Lebrade). Berufsbezeichnung und Beruf fielen der heute 34-Jährigen auf der Heimfahrt von einem Existenzgründer-Seminar ein. Dort war den Teilnehmern der Rat gegeben worden, die eigene Firma beim Namen zu nennen – oder den Namen eine Geschichte erzählen zu lassen. Und so verschmolzen die Worte Kreativität und Pädagogik zu „Kreagogik“.

Die gelernte Leichtflugzeugbauerin bietet heute Blindseilwandern an

So kreativ die Namenswahl, so vielseitig war für Sabine Hönig der Weg dorthin: Der Berufswunsch Kindergärtnerin scheiterte im ersten Anlauf an den damals schlechten Berufsaussichten. Also lieber ein Handwerk – Ausbildung zur Leichtflugzeugbauerin. Mit dem Abschluss in der Tasche sagte sie dem Beruf jedoch adieu – eine Allergie gegen Epoxidharz und gesundheitliche Probleme, im Flugzeug das Gleichgewicht zu halten, ließen sie am Boden bleiben.

Die 34-Jährige ist "chronisch neugierig"

Also gab es ein Zurück zum ersten Berufswunsch: Die nach eigenen Worten „chronisch Neugierige“ wird doch noch Erzieherin und sattelt mit der Natur- und Wildnispädagogik noch eine Spezialisierung drauf, und hat inzwischen eine Teilzeitarbeit als Animateurin auf dem Campingplatz Platen in Sehlendorf gefunden.

Der Teilzeitjob lässt ihr genug Zeit, den Kreagogik-Traum zu leben und mit kreativen Angeboten und der damit verbundenen individuellen Gestaltung von Kindergeburtstagen, Schulerlebnistagen, Familienfeiern und Firmenfesten weiter auszubauen. Einige Beispiele: Wildholzmöbelbau-Seminare, Kochen ohne feuerfestes Geschirr, das Herstellen von Wikingerketten, wildnispädagogische Spiele wie „Blindseilwandern“ oder „Wächterspiel“ (Schleichübungen) oder die fast in Vergessenheit geratene Orientierung mit Karte und Kompass.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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