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Mäharbeiten am Straßenrand beginnen

50 Tage lang Mäharbeiten am Straßenrand beginnen

Wärme und der Regen lassen das Gras an den Straßenrändern in die Höhe schießen. Die Straßenmeistereien Klausdorf und Stolpe haben nun mit den Mäharbeiten begonnen. Ingo Kreutzfeldt vom Landesbetrieb Straßenbau bittet um Verständnis, dass die Maschinen nicht überall gleichzeitig anrücken können.

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Die Mäharbeiten an den Straßen im Kreis Plön haben begonnen. Bis zu 50 Tage dauert es, bis auch die letzte Bankette gestutzt ist.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Plön. Banketten in einer Länge von 397 Kilometer allein an den Kreisstraßen haben die 44 Mitarbeiter der Straßenmeistereien vor sich. Das entspricht einer Entfernung von Kiel bis nach Bremen und wieder zurück. Dazu kommen noch Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen im Kreis Plön. Im nördlichen Teil des Kreises dauert es bis zu 50 Tage bis auch der letzte Grashalm gestutzt ist, im Süden geht es nach Auskunft von Kreutzfeldt etwas schneller. Autofahrer sollten ihre Fahrweise auf die Trupps einstellen, die an den Straßenrändern und Radwegen unterwegs sind.

Bei einem Ortstermin in Giekau erläuterte Kreutzfeldt die Mäh-Strategie im Land. An erster Stelle stehen Kreuzungen und Einmündungen. Hier wird zuerst gemäht, damit die Autofahrer beim Einbiegen freie Sicht haben. Dann geht es nach der Bedeutung der Straße. Wird sie von vielen genutzt? Ist sie eine wichtige Verbindungsstrecke?

Die Straßen im Kreis Plön werden in der Regel zweimal im Jahr kurz gehalten. Der zweite Schnitt im Oktober und November dient gleichzeitig der Räumung der Gräben und Entwässerungsmulden.

Der Landesbetrieb greift zunächst auf seine Mitarbeiter und Maschinen zurück. In den Spitzenzeiten helfen Lohnunternehmer aus. Das wirft manchmal Probleme auf. Die Aufträge müssen Monate vorher gebucht werden. Dabei können Kälte und Wärme das Wachstum der Pflanzen bremsen oder beschleunigen. Im schlimmsten Fall steht die private Mähmaschine bereit, aber das Gras ist eigentlich gar nicht so hoch. Außerdem ziehen Lohnunternehmen manchmal ihre Fahrzeuge ab, damit sie auf landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz kommen, so die Beobachtung von Kreutzfeldt.

Die Straßenmeistereien müssen sich immer wieder Vorwürfe aus der Bevölkerung anhören, dass zu wenig oder nicht rechtzeitig gemäht wird. Im vergangenen Jahr war die Kritik besonders laut. Zum Teil hatte es Ausfälle von Maschinen gegeben. „Es ist nicht so gut gelaufen“, urteilte Hans-Herbert Pohl (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Abfallwirtschaft des Kreises. Er bemängelte nochmals, dass das Gras an vielen Stellen in der Probstei so hoch war, dass die Leitpfosten und die blauen Reflektoren (Wildschutz) nicht mehr zu sehen waren. Ihm geht es ausdrücklich nur um die Verkehrssicherheit, nicht um das Aussehen. Vor der Bürgerkritik, das hohe Gras sehe nicht schön aus, nahm Pohl den Landesbetrieb in Schutz. Er stellte aber auch klar, dass der Kreis viel Geld an den Landesbetrieb zahle und dafür auch eine Leistung verlangen könne.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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