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100 Prozent für Maroses

SPD-Kreisparteitag 100 Prozent für Maroses

Die SPD im Kreis Plön ist in Gefahr. Das liegt an der Mitgliederentwicklung der vergangenen Jahre. Der Kreisparteitag beschloss am Freitag in Wankendorf, sich Hilfe bei der Werbung neuer Mitglieder zu holen und dafür 10000 Euro bereitzustellen.

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Der fünfköpfige Kern-Vorstand der Plöner Kreis-SPD erhielt großen Rückhalt: (von links) Lutz Schlünsen (Stellvertreter), Monika Vogt (Schriftführerin), Birgit Malecha-Nissen (Stellverteterin), Norbert Maroses (Vorsitzender) und Christel Seick (Kassenwartin).

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Wankendorf. Die Kreis-SPD zählt aktuell 1247 Mitglieder. Vor zwei Jahren waren es noch 1322. Aus der Partei traten 61 Männer und Frauen aus, 37 verstarben. Durch Wegzüge verlor die SPD weitere fünf Mitglieder. In dieser Zeit treten aber nur 28 Mitglieder neu ein. Die Dramatik der Entwicklung unterstreicht eine andere Zahl, die der alte und neue Kreisvorsitzende Norbert Maroses nannte. In fast keinem Ortsverein liegt das Durchschnittsalter unter 60 Jahren. Dazu gebe es „weiße Flecken“: Regionen, in denen die SPD nur schwach oder gar nicht vertreten ist. Ehrenamtlich sei es nicht zu schaffen, Bürger zu einem SPD-Eintritt zu bewegen, so Maroses. Eine hauptamtliche Kraft soll dabei unterstützen – 10 000 Euro stellt die Kreis-SPD dafür zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der Kommunalwahlen 2018 benötige man neue Mitglieder.

 Fröhlicher stimmte die 76 Delegierten die Bilanz, die Lutz Schlünsen zog. Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, in dem wo die SPD in einer Kooperation mit Grünen und FWG zusammenarbeitet, verwies darauf, dass es in 90 Prozent der Fälle gelungen sei, weitere Kreistagsmitglieder und damit die Mehrheit bei der Abstimmung für die Kooperations-Pläne zu gewinnen. Die SPD habe zentrale Themen durchgesetzt: Neubau der Kreisfeuerwehrzentrale in Preetz, Abschaffung der Elternbeteiligung bei der Schülerbeförderung und eine Kreiskulturkonferenz. „Froh und stolz“ zeigte er sich, dass die SPD die Bahnverbindung Hein Schönberg nach vorn gebracht habe. Schlünsen kritisierte die CDU-Kreistagsfraktion, die sich durch einen aggressiven Stil im Kreistag isoliert habe.

 Der Kreisparteitag verabschiedete einstimmig eine Resolution und forderte damit den Bund auf, sämtliche Kosten für Unterbringung und Integration von Flüchtlingen zu übernehmen. Das schließt auch Mittel für den sozialen Wohnungsbau ein, um die Zuwanderer unterbringen zu können. Die Kreis-SPD fordert die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle bei der Kreisverwaltung.

 Bei den Vorstandswahlen erhielt Norbert Maroses die Zustimmung aller 76 Delegierten. Niemand im Saal konnte sich an so ein Ergebniss für einen Vorsitzenden erinnern. Einstimmiges Ja auch für Schriftführerin Monika Vogt und Kassenwartin Christel Seick, Wiederwahl ebenso für die Stellvertreter Birgit Malecha-Nissen (zwei Nein und zwei Enthaltungen) und Lutz Schlünsen (drei Enthaltungen). Zum Vorstand zählen acht Beisitzer: Aylin Cerrah (Selent), Jonas Cornelsen (Mönkeberg), Toke Hoffmeister (Heikendorf), Angela Howe (Blekendorf), Klaus Jans (Wisch), Thomas Menzel (Ascheberg), Jürgen Plambeck (Wankendorf) und Eckhard Voss (Lütjenburg).

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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