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Neues Image für die Jäger

Kreisjägertag Neues Image für die Jäger

Widerstand gegen immer mehr Einschränkungen der Jagd, mehr Aus- und Weiterbildung sowie mehr Öffentlichkeitsarbeit waren die wichtigsten Themen des Kreisjägertages am Wochenende im Ferienzentrum Holm in Schönberg. Unter dem Motto „Wenn es Nacht wird im Kreis Plön“ wollen die Jäger Naturerlebnisse vermitteln.

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Station Geweih: Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hammerschmidt (rechts) und der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Hans-Werner Blöcker, erklären Schülern, was Wild auf dem Kopf trägt.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. „Das wird vielen Menschen die Natur näherbringen“, meinte Hans-Werner Blöcker, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Plön, zu den neuen Angeboten, die noch in diesem Monat starten und bis zum Herbst fortgesetzt werden sollen. Dazu gehören abendliche Kanufahrten vom Infozentrum an der Ölmühle Plön auf der Schwentine. Außerdem wird ermöglicht, mit einem Jäger den Abend auf einer Ansitzjagd zu verbringen. „Dabei kann man zwei Stunden lang die Natur mit allen Sinnen erleben“, sagte Blöcker. Die Anmeldungen für dieses kreisweite Angebot geht über die Tourist-Info Plön.

 Blöcker und Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hammerschmidt betonten die große Bedeutung der Aus- und Weiterbildung. Dazu gehöre das regelmäßige Training in der Handhabung der Waffe. Hammerschmidt appellierte an vorbildliches Verhalten, weil sonst die Akzeptanz in der Bevölkerung leide. Im vergangenen Jahr hatte die Kreisjägerschaft den Mitgliedsbeitrag um 20 Euro erhöht – damit verbunden wurde ein Gutschein für den Besuch des Schießstands in Kasseedorf. Als Schwerpunkt der Weiterbildung nannte Blöcker zudem die Wildbrethygiene: „Wir wollen unser Wildfleisch noch besser vermarkten.“

 Der Streckenbericht von Hammerschmidt weist für das Jagdjahr 2013/2014 bei den Hauptwildarten Damwild und Rehwild kaum Veränderungen aus, die Bestände gelten nach wie vor als sehr hoch. Dennoch beschränke das Land die Jagd auch hier weiter. Das treffe den Kreis Plön besonders, weil es hier die bundesweit höchste Dichte an Damwild gebe. Zuwächse gab es sowohl beim Schwarzwild wie auch bei Wildenten, Dachsen, Füchsen und vor allem Marderhunden. Rückgänge gab es bei Wildgänsen, Feldhasen und Fasanen. Besorgt äußerte sich Hammerschmidt wegen der zahlreichen Wildunfälle auf den Straßen. Sorgen bereiten den Jägern auch die vielen verwilderten Katzen, die sie für erhebliche Schäden bei Singvögeln und Niederwild verantwortlich machen.

 Die Zahl der Mitglieder in der Kreisjägerschaft ist mit 964 stabil geblieben. Bei den Vorstandswahlen wurden der Vorsitzende Hans-Werner Blöcker, sein Stellvertreter Claus-Henrick Estorff und Schatzmeisterin Gisela Dittmann im Amt bestätigt. Neue Schriftführerin ist Monika Schultka (Schwentinental). Auch zwei neue Obleute gibt es: Hans-Jürgen Dunkelmann (Schießen) und Norman Stoll (Öffentlichkeitsarbeit). Blöcker und seine Vorstandskollegen Stefan Velfe, Dietmar Frank und Josefine von Hollen erhielten außerdem die bronzene Nadel des deutschen Jagdverbandes. Für 75 Jahre Mitgliedschaft wurden Harro Feddersen aus Plön und Kuno Graf zu Rantzau vom Gut Rastorf geehrt.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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