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27 neue Stellen

Kreisverwaltung: 27 neue Stellen

Die Kreisverwaltung Plön steht vor dem größten Personalwachstum ihrer Geschichte. Landrätin Stephanie Ladwig möchte vom Kreistag knapp 27 neue Stellen bewilligt bekommen. Allein 16 davon seien notwendig aufgrund der enorm angestiegenen Flüchtlingszahlen.

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Auch die Plöner Kreisverwaltung ist durch die weiter steigenden Flüchtlingszahlen stark gefordert.

Quelle: Dirk Schneider

Lütjenburg. Das sagte Ladwig am Dienstag auf dem der Gemeindetag des Kreises Plön. Die Liste der Landrätin für weitere Stellen ist lang. In der Ausländerbehörde fehlen beispielsweise vier Stellen, weil statt der angenommenen 273 Flüchtlinge zum Jahresende wohl 2800 Fälle bearbeitet werden müssen. Drei zusätzliche Mitarbeiter sollen sich um minderjährige Flüchtlinge kümmern. Die kreiseigene Gemeinschaftsunterkunft in Plön kommt ebenfalls mit dem vorhandenen Personal nicht aus. Das Personalwachstum, das auch in anderen überlasteten Abteilungen der Verwaltung offenbar notwendig ist, hat seinen Preis. Ladwig rechnet damit, dass der Kreishaushalt 2016 statt des geplanten Überschusses von 1,4 Millionen Euro nun ein Defizit von fünf Millionen Euro ausweist. Dabei spielen auch Sozialleistungen eine Rolle.

 Den Bürgermeistern und Verwaltungschefs im Gemeindetag machte sie keine Hoffnung, dass der Kreis die Kommunen beim Tempo der Zuweisung von Flüchtlingen entlasten kann. Die Gemeinschaftsunterkunft in Plön, die ursprünglich als Zwischenschritt und Puffer dienen sollte, könne die Aufgabe nicht mehr erfüllen. Die 50 Plätze seien belegt. Um einen spürbaren Effekt für die Gemeinden zu erzielen, müsste der Kreis Heime mit mehreren hundert Plätzen schaffen. Ladwig: „Das gibt die Rechtslage aber nicht her.“

 Um die Kommunikation mit den Verwaltungen zu verbessern, gibt der Kreis demnächst regelmäßig einen Newsletter heraus. Damit sollen die Kommunen über aktuelle Themen zur Flüchtlingsfrage auf dem Laufenden gehalten werden. Ladwig beschwor den Zusammenhalt aller Beteiligten: „Nur wenn wir uns alle als ein Rädchen einer großen Maschine verstehen, ist dieser Kraftakt zu schaffen.“

 Kritik übte der Vorsitzende des Gemeindetages, Holger Bajorat, an der mangelhaften Unterstützung des Bundes bei der Betreuung der U3-Kinder, der nur ein Drittel der Betriebskosten trägt. Bajorat: „Was nützt uns das, dass wir die vorgeschriebene Betreuungsquote erfüllen, unsere Haushalte aber abschmieren?“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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