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Kripo-Chef im sichersten Kreis

Plön Kripo-Chef im sichersten Kreis

Thorsten Ritter kennt die Kriminalpolizei in- und auswendig. Im Laufe seiner 28 Dienstjahre ermittelte er in fast allen Feldern der Kriminalität. Der 52-Jährige fügt seiner Laufbahn nun eine weitere Station hinzu: Seit Februar ist er Chef der 19 Kripo-Beamten in Plön.

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Thorsten Ritter ist der neue Leiter der Kriminalpolizeistelle in Plön.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Plön. 1988 begann der gebürtige Kieler seine Tätigkeit bei der Landespolizei. Mit Ausnahme seiner Studienzeit besaß er ein Büro in der Blumenstraße in der Landeshauptstadt, dem Hauptquartier der Kripo, die heute für Kiel und den Kreis Plön zuständig ist. Die Bekämpfung des Drogenhandels war zunächst 14 Jahre sein Geschäft. Dazu gehörte auch die Aufklärung von jungen Menschen über die Gefahren von Cannabis, Kokain oder Amphetaminen. Seit 2005 übernahm er verschiedene Leitungsfunktionen im Haus in ganz unterschiedlichen Abteilungen. Er kümmerte sich um die Statistik und Aktenverwaltung, wo er auch für die DNA-Bearbeitung zuständig war. Dann nahm er in einem anderen Kommissariat Einbrecher, Räuber und Autodiebe ins Visier. Zu seinen beruflichen Stationen gehörte auch der Kriminaldauerdienst. Das sind die Kripo-Beamten, die 24 Stunden am Tag für Delikte aller Art abrufbar sind, die in den Bereich der Kriminalpolizei fallen.

 Zuletzt leitete er das Kommissariat 11, das sich um alle Straftaten gegen Menschen kümmert. Darunter fallen Todesermittlungen, Brandstiftungen und Sexualdelikte. Alles außer Mord. Dafür ist wieder eine andere Abteilung zuständig.

 Beim Blick auf die Verwendungen fällt auf: Es fehlt etwas. Im Betrugsdezernat hat Ritter nie gearbeitet. „Das war nicht nach meinem Geschmack.“ Warum, das kann er selbst nicht so genau sagen.

 Er freut sich auf seinen neuen Job in Plön, dem sichersten Kreis in Schleswig-Holstein. Seit einigen Jahren ist nicht mehr Kiel seine Heimat, sondern der Kreis Plön, wo er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt. Durch die gemeinsame Arbeit unter dem Dach der Polizeidirektion Kiel sind ihm die Kollegen in der Kreisstadt gut bekannt. Dankbar ist er dafür, dass die Kripo schon 2012 vom Plöner Markt zurück in die Polizeistation gezogen ist, wo auch die Schutzpolizei sitzt. Die räumliche Nähe dient der guten Zusammenarbeit. Und das Zusammenspiel zwischen Kripo und Schutzpolizei ist für ihn in einem ländlichen Kreis viel ausgeprägter als in der Stadt.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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