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Kritische Fragen an den Kandidaten

Bürgermeisterwahl Schönkirchen Kritische Fragen an den Kandidaten

Auf großes Interesse stieß die öffentliche Vorstellung von Bürgermeisterkandidat Gerd Radisch in Schönkirchen: Gut 100 Besucher waren in die Schulaula gekommen, um dem einzigen Bewerber auf den Zahn zu fühlen.

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Kandidat Gerd Radisch beantwortete die Fragen der Bürger.

Quelle: Andrea Seliger

Schönkirchen. Die vier Parteien in Schönkirchen hatten gemeinsam einen Kandidaten gesucht und sich für Radisch, zurzeit Unternehmensberater in Bad Schwartau, entschieden. Bewerber, die es unabhängig von den Parteien versuchten, hatte es nicht gegeben. Nicht alle Schönkirchener finden das gut: „Der Bürger hat keine Wahl“, beklagte eine Frau. Das sah Radisch anders: „Sie sind der Souverän. Auf dem Wahlzettel steht Ja oder Nein“. Es sei keineswegs so, dass schon alles entschieden sei.

 Die Bürger scheuten sich auch nicht vor deutlichen Fragen: „Sie sind 62. In diesem Alter denken andere schon an den Ruhestand. Warum wollen Sie jetzt Bürgermeister werden und für wie lange?“ „Ich möchte hier die Summe meiner Erfahrungen einbringen“, so Radisch. Er kann sich sogar noch zwei Amtsperioden, insgesamt zwölf Jahre, vorstellen und versicherte, mit seiner Gesundheit stehe es bestens: „Ich bin vergangenes Jahr noch den Hamburg-Marathon gelaufen.“

 Abgefragt wurde auch Familienstand (früher verheiratet und Stiefvater, jetzige Lebenspartnerin beruflich in Greifswald engagiert) und wie die Wahl auf Schönkirchen gefallen sei. Dass Parteien gemeinsam einen Kandidaten suchen, habe ihn angesprochen, erklärte Radisch. Er habe sich aber auch andere Gemeinden angesehen, die Bürgermeister suchen: „Schönkirchen ist mein Favorit.“ Er will auch selbst nach Schönkirchen ziehen.

 „Welche Vorstellung haben Sie zur Integration von Flüchtlingen?“ „Je besser wir die Flüchtlinge hier annehmen und integrieren, desto geringer ist das Potenzial für Aggressionen. Integration ist das A und O und eine gesellschaftliche Aufgabe“, so der Kandidat, der sich bereits über die örtlichen Bemühungen informiert hat: „Sie machen das bisher schon sehr gut.“ Gefragt wurde auch nach den Visionen für Schönkirchen und ob er der Meinung sei, dass die Gemeinde weiter wachsen solle. Radisch wies hier auf die komplexen Zusammenhänge hin: Der Ort benötige neues Gewerbe, dies setze voraus, dass die Infrastruktur weiter attraktiv bleibe. Neben der Gewerbeansiedlung und dem neuen Verbrauchermarkt in zentraler Lage, die bereits geplant werden, sieht er auch eine Chance in der geplanten Bahnverbindung Kiel- Schönberg. Insgesamt wünschte er sich, dass Schönkirchen noch fahrradfreundlicher wird. Dass der Kreis einen Radstreifen am Augustental nicht genehmigen wollte, will er nicht hinnehmen.

 Einige Orte und Einrichtungen hat der Kandidat bereits besichtigt. In den kommenden Wochen will er Feuerwehr, Sportverein und viele weitere örtliche Institutionen besuchen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. Sein Wunsch: „Gehen Sie am 6. November zur Wahl.“ Wer weitere Fragen an den Kandidaten hat oder ihn treffen möchte, kann sich direkt an ihn wenden unter info@radisch.de oder Tel. 0451/2802304.

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