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Kritische Nachfragen zum Bau der A21

Löptin/Nettelsee Kritische Nachfragen zum Bau der A21

Warum passiert gerade nichts auf der Baustelle? Und braucht man wirklich einen Fledermauszaun? Erklärungen zu solchen und weiteren Fragen rund um den A21-Ausbau gab es am Dienstagabend für Gemeindevertreter und Bürger aus Nettelsee und Löptin direkt vor Ort.

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Ein Teil der Bürger stieg auch mit Matthias Paraknewitz (Mitte) auf die höchste Erhebung, den Sandhügel am zukünftigen Brückenbauwerk, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Quelle: Andrea Seliger

Löptin. Unter dem halbfertigen Brückenbauwerk an der zukünftigen Anschlussstelle hatten Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, und seine Mitarbeiter Pläne und Grafiken aufgehängt und informierten über das Fledermauskonzept, die geplante Verkehrsführung sowie die Möglichkeiten des Straßenbaus auf Moor. Auf zwei Fragen gab es jedoch noch keine Antwort: Wie viel es letztlich kosten wird und wann der Abschnitt fertig ist.

 Die Straßenbauer mussten sich dabei einiges an Kritik anhören. „Wenn der Zaun so bleibt, wird er eine Todesfalle für Wild“, sagte beispielsweise Klaus Blöcker, Kreistagsabgeordneter aus Nettelsee, denn an einigen Stellen komme das Wild nun auf die Straße, aber nicht mehr weg. Paraknewitz will seine Änderungsvorschläge nun prüfen lassen.

 „Das hat man doch vorher gewusst, dass hier Moor ist. Warum hat man die nächste Ausschreibung nicht rechtzeitig vorbereitet?“ fragte Hanno Rixen, Gemeindevertreter aus Nettelsee – denn die Ausschreibung für das nächste Teilstück bei besonders schwierigen Bodenverhältnissen ist gerade erst in Arbeit. Thorsten Krull, leitender Ingenieur der Maßnahme, berichtete von den vorhergegangenen Versuchen mit Gründungspfählen, die als nächstes zum Einsatz kommen sollen. „Wir müssen den Firmen ein eindeutiges Regelwerk vorgeben“, sagte er. Sonst sei die Gefahr groß, dass es später wegen technischer Schwierigkeiten zu Verzögerungen komme. Das größte Problem der Baustelle, abgesehen vom Boden: Der Verkehr auf der B404 müsse weiter fließen können, provisorische Baustraßen wie auf den früheren Teilstücken seien im Bereich Nettelsee/Löptin wegen des Moorbodens nicht so einfach möglich.

 Die Interessen der anwesenden Bürger in Bezug auf das Bautempo waren dabei durchaus unterschiedlich: Während eine Nettelseerin auf baldigen Weiterbau hofft, weil sie dann einen Lärmschutzwall bekommt und in Ruhe ihren Garten gestalten kann, kann es manchen Löptinern nicht langsam genug gehen. Denn geht die Autobahn erst einmal bis Nettelsee, wird für sie der Weg zur Bushaltestelle deutlich weiter.

 Für den aktuellen Bauabschnitt gebe es zwar bis Nettelsee eine Planfeststellung, er soll aber zunächst an der Einmündung Löptin enden. Erst wenn der nächste Abschnitt ebenfalls genehmigt ist, soll weiter gebaut werden.

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