19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Feuerwehren fusionieren

Krokau, Barsbek und Wisch Feuerwehren fusionieren

Der gemeinsame Name steht, das gemeinsame Haus wird gebaut, am gemeinsamen Konzept wird noch gefeilt. Freiwillige Feuerwehr Probstei Nord – das ist der Name, den sich die drei Feuerwehren Krokau, Barsbek und Wisch nun nach einer breit angelegten Bürgerumfrage geben werden. Nächster Schritt ist die Gründung des Zweckverbandes, dem alle drei Gemeinden bereits zugestimmt haben. Ziel ist die Neugründung der Wehr zum 1. Januar 2016.

Voriger Artikel
Wärmebank für die Schwimmhalle
Nächster Artikel
Polizeistation hat neuen Leiter

Foto: Sven Howe (Barsbek), Ingmar Jonsson (Wisch), Christian Stuhr (Krokau) und Klaus-Dieter Finck (Wisch) gehören zu der Arbeitsgruppe, die die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Probstei Nord vorbereitet. Grundstein dafür ist die gemeinsame Nutzung der ehemaligen Grundschule an der Krokauer Mühle (im Hintergrund).

Quelle: Astrid Schmidt

Krokau. Wöchentlich kommt die Arbeitsgruppe aus den drei Wehrführungen zusammen, um Schritt für Schritt die Verschmelzung von drei Gemeindewehren vorzubereiten. Eine Arbeit, die beispielhaft für den ganzen Kreis, ja im Land ist. Denn mit der Entscheidung, aus drei Feuerwehren eine zu machen, stellen die Akteure den Brandschutz in den Gemeinden auf ganz neue Füße.

 Am Anfang stand, wie berichtet, die Idee, dass die drei umliegenden Gemeinden die nicht mehr genutzte Grundschule an der Krokauer Mühle anderweitig mit Leben füllen. Der zweite Schritt war ein Konzept, um Fördermittel für das Projekt einzuwerben – das hatte Erfolg. Mit rund 750000 Euro wird der 1,6 Millionen Euro teure Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses bezuschusst.

 Das Interesse an der Namensgebung war groß: Denn insgesamt gingen mehr als 120 Vorschläge für Namen ein. Die engere Wahl traf die Arbeitsgruppe unter verschiedenen Gesichtspunkten, etwa wie eindeutig ein Name beispielsweise bei der Alarmierung ist. „Wir wollten auch gern einen örtlichen Bezug haben, aber ohne dass einer der drei Ortsnamen genannt und damit ein Dorf bevorzugt wird“, erklärte Ingmar Jonsson (Wisch). Doch es gibt noch viel Arbeit. „Es sind die feuerwehrinterne Organisation und Struktur anzupassen, viele rechtliche Dinge zu bedenken. Denn wer von uns hat schon mal eine Feuerwehr aufgelöst“, erinnert Sven Howe (Barsbek) an die historische Dimension dieses Prozesses. „Wir müssen Kompromisse eingehen, aber es funktioniert, weil alle das gleiche Ziel vor Augen haben“, sagt Jonsson. Das bestätigt inzwischen auch Christian Stuhr (Krokau), der „zuerst sehr skeptisch“ war, wie er gesteht. Es werde bereits gemeinsam geübt und die Fahrzeuge aus ortsgemischten Gruppen besetzt, so Stuhr.

Die Akteure sind sich einig: Alle begreifen dieses Zusammengehen als eine Chance, vor allem mit Blick auf den demografischen Wandel, aber auch mit Blick auf die Ausstattung und Einsatzbereitschaft der Wehren sowie die Gemeindefinanzen. „Jede Wehr hat jetzt in etwa die gleichen Fahrzeuge. Künftig können wir Technik bedarfsgerecht anschaffen“, nennt Stuhr nur einen Vorteil. So beispielhaft diese Neugründung auch sein mag – dieses Modell sei nicht übertragbar, so Amtswehrführer Jürgen Bandowski: „Hier passt es nicht nur menschlich, sondern auch geografisch, und die Einsatzfristen können eingehalten werden. Das klappt in anderen Gemeinden allein schon aufgrund ihrer Lage nicht“, so Bandowski.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3