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„Alte Dame“ startet in die Saison

Krokauer Mühle „Alte Dame“ startet in die Saison

Mehr als 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben Mühlenwart Peter Stoltenberg und einige Helfer aus dem Mühlenverein im vergangenen Jahr bei Sanierungsarbeiten geleistet. Das hat unter anderem dazu geführt, dass die Mühle jetzt etwas höher ist. Am Pfingstmontag startet sie in die Saison.

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Der Vereinsvorsitzende Hans-Herbert Buchholz (links) und Mühlenwart Peter Stoltenberg sind froh, dass die Krokauer Mühle jetzt startklar für die neue Saison ist.

Quelle: Thomas Christiansen

Krokau. Beim Apfelblütenfest am vergangenen Wochenende auf dem Apfelhof von Jochim Untiedt in Krokau hat die Mühle ihren Probelauf erfolgreich bestanden. Mühlenwart Peter Stoltenberg ist stolz: „Die Mühle läuft so was von schön. Die Mühle ist ja eine alte Dame – aber sie dreht sich wieder wie ein junges Mädchen.“ Es mache „Spaß, nach den vielen Arbeiten nun auch den Ertrag zu haben“.

Bild: Mühlenwart Peter Stoltenberg hat auch direkt unter dem Dach der Mühle viel zu tun.

Mühlenwart Peter Stoltenberg hat auch direkt unter dem Dach der Mühle viel zu tun.

Quelle: Thomas Christiansen

Alle Arbeiten und alle aufgetretenen Probleme an der Krokauer Mühle werden seit dem Jahr 1994 in einem Logbuch dokumentiert. In dem blättert Stoltenberg sehr häufig, denn das ist für ihn eine wahre Fundgrube: „Das war für mich sehr lehrreich.“

Bei allen Arbeiten werden stets die Vorgaben des Denkmalschutzes eingehalten, betont Hans-Herbert Buchholz, Vorsitzender des auf mittlerweile 209 Mitglieder angewachsenen Vereins zur Erhaltung Probsteier Windmühlen. „Unser Ziel ist die langfristige Erhaltung“, erklärt Stoltenberg. „Ich will die Grundvoraussetzung dafür schaffen, dass die Mühle 200 Jahre hält“, sagt der Mühlenwart.

Im vergangenen Jahr wurden nicht nur die Zäune um die Mühle erneuert und die Wände innen neu gestrichen sowie ein Geländer an die Treppe angebaut, sondern auch viel an der Technik saniert. „Wir haben die 18 Tonnen schwere Kappe mit einer hydraulischen Presse angehoben“, sagt Stoltenberg. Denn die scheuerte auf dem Unterbau, weil sie seitlich zu viel Spiel hatte. „Das war verschlissen“, erklärt der Mühlenwart. Um das zu verhindern, wurden Unterlegplatten und Verschleissleisten angeschraubt, damit das ganze System etwas höher kommt. „Die Mühle ist jetzt einen Zentimeter höher.“ Mit mehr als 3000 Besuchern hatte die Krokauer Mühle im Jahr 2015 einen neuen Besucherrekord. „Das ist unsere Motivation“, sagt Stoltenberg zu den begeisterten Besuchern, von denen viele auch für die Mühle gespendet und sich ins Gästebuch eingetragen haben. Gelaufen ist die Mühle im vergangenen Jahr auch besonders viel, so Stoltenberg: „Wir hatten rund 40000 Flügel-Umdrehungen – so viele hatten wir noch nie.“

Programm am Mühlentag

Am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag) startet die Krokauer Mühle in die Saison. Nach einem Gottesdienst um 11 Uhr ist die voll funktionsfähige und komplett begehbare Mühle ab 12 Uhr geöffnet und kann an dem Tag bis 17 Uhr kostenlos besichtigt werden. Ab 12 Uhr wird in der Mühle auch gemahlen. Die Feuerwehr sorgt unter anderem für Grillwürste, der Probsteier Bäcker liefert das Mühlenbrot, das zum Kauf angeboten wird. Nach dem Saisonauftakt ist die Krokauer Mühle dann jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Mühle steht seit 1986 unter Denkmalschutz und wird seitdem vom Verein zur Erhaltung Probsteier Windmühlen restauriert und gepflegt.

Vom guten Zustand des im Jahr 1872 erbauten Kellerholländers in Krokau will sich auch der Verein zur Erhaltung der Wind- und Wassermühlen Schleswig-Holstein/Hamburg überzeugen, der sich am Sonntag, 12. Juni, zu seiner Jahresversammlung im Hotel am Rathaus in Schönberg trifft und anschließend zur Krokauer Mühle fahren will.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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