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Doch keine Geflügelpest

Tote Hühner in Kühren Doch keine Geflügelpest

Große Aufregung herrschte am Dienstag in Kühren. Weil der Verdacht bestand, dass in einem Hühnerstall die Geflügelpest ausgebrochen war, rückten Tierärzte vom Kreisveterinäramt an. Vorsorglich wurde der gesamte Bestand von 29 Tieren getötet und entsorgt. Am Nachmittag kam die Entwarnung.

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Das klinische Bild entsprach der Vogelgrippe: Warum die Hühner binnen 24 Stunden verendeten, ist noch unklar.

Quelle: Budde

Kühren. Das Landeslabor in Neumünster meldete, dass der Virus H5N8 nicht nachgewiesen werden konnte. Warum die 13 Hühner einer alten Rassegeflügelart binnen 24 Stunden verendet waren, ist noch unklar. Endgültige Gewissheit, dass sie nicht an dem Geflügelpest-Virus gestorben sind, sollen Untersuchungen des Friedrich-Löffler-Instituts bringen.

 Hobbyhalter Gernot von Hagen hatte am Montagabend in seinem Stall zwei tote Hennen gefunden und dies umgehend beim Kreis Plön gemeldet. Über Nacht verendeten elf weitere Tiere – alle Umstände sprachen für einen Ausbruch der Geflügelpest. Es wäre der erste Fall in einem Stall im Kreis Plön gewesen.

 Das Kreisveterinäramt und von Hagen beschlossen, vorsichtshalber den gesamten Bestand zu töten, ohne die Untersuchungsergebnisse abzuwarten. Ein Grund für die Eile: In unmittelbarer Nachbarschaft des kleinen Hofes im Ortszentrum befinden sich die Stallanlagen von zwei Großbetrieben mit über 100000 Tieren in intensiver Geflügelhaltung. Auch fünf Hühner aus einer Hobbyhaltung auf dem unmittelbar angrenzenden Grundstück in Kühren wurden vorsorglich gekeult.

 „Das klinische Bild entsprach der Vogelgrippe“, erklärte eine Mitarbeiterin des Kreisveterinäramtes vor Ort und lobte das umsichtige und vorbildliche Verhalten des Hühnerhalters. Er habe schon im Vorwege alles getan, um einen möglichen Infektionsherd zu minimieren. Mit Hilfe seiner Mitarbeiter und einiger Nachbarn verbrannte er alles Material, mit dem die Hühner in Berührung gekommen sein könnten. Mitarbeiter des Kreises dekontaminierten unterdessen den Stall und die angrenzenden Flächen.

 Im Kreis Plön waren in den vergangenen Tagen weitere Wildvögel dem Erreger H5N8 zum Opfer gefallen. Am Selenter See, am Schaarsee und am Großen Plöner See in Dersau wurden tote Tiere gefunden. Allein auf Plöner Stadtgebiet wurden seit Freitag insgesamt 35 Enten und zwei Möwen gezählt. RB/dis

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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Todesursache in Kühren unklar
Foto: Entwarnung in Kühren: Eine Tierärztin des Kreisveterinäramtes nimmt Proben in dem Betrieb.

Die 13 Hühner, die in einem privaten Stall in Kühren tot aufgefunden wurden, sind nicht an der Geflügelpest gestorben. Das Friedrich-Löffler-Institut bestätigte die Untersuchungsergebnisse des Landeslabors.

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