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Kurtaxe: Bilanz fällt positiv aus

Heikendorf Kurtaxe: Bilanz fällt positiv aus

Parkgebühren, Kurtaxe, Tourismusabgabe: In Heikendorf werden Gäste und Gastbetriebe inzwischen in vielerlei Hinsicht zur Kasse gebeten. Das Geld wird aber auch für den Tourismus ausgegeben – das zeigt eine Berechnung des Amtes Schrevenborn, die nun vorgestellt wurde.

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Wasser und Strand locken die Gäste nach Heikendorf – sei es nur zum Baden oder auch für einen längeren Aufenthalt.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Den Anstoß dazu hatte der Finanzausschussvorsitzende Thure Spitz (UWH) gegeben. „Ich wollte wissen: Machen wir das richtig?“ sagte er mit Blick auf die Gebühren, aber auch auf die Pläne der Gemeinde in Sachen Tourismus. Mit der vorgestellten Übersicht zeigte er sich sehr zufrieden. Damit könne man auch nachweisen, dass „kein Geld in dunklen Kanälen des Gemeindehaushalts versenkt wird“.

Kurtaxe und Tourismusabgabe wurden im vergangenen Jahr erstmals erhoben. Die Kurtaxe, die die Besucher bezahlen (in der Hauptsaison 2 Euro pro Tag), brachte insgesamt 59031 Euro ein. Dafür dürfen die Gäste den Kurstrand frei nutzen. Die Tourismusabgabe wird für Betriebe fällig, die von den Besuchern profitieren. Damit nahm die Gemeinde vergangenes Jahr 27199 Euro ein. In der Zusammenstellung der Verwaltung wurden außerdem Zuschüsse der anderen Amtsgemeinden, Gelder aus Verkäufen und drei Viertel der Parkgebühren (insgesamt rund 20000 Euro) als Einkommen aus dem Tourismus gerechnet. Diesen Anteil fanden einige Ausschussmitglieder etwas hoch, da die Gebühren auch für die eigenen Bürger fällig werden.

Zur Ausgabenseite zählen die Kosten für die Beteiligungen an Kiel-Marketing (neu seit 2015), die Mitgliedschaft in der Aktivregion und bei Ostsee-Holstein-Tourismus, aber auch die Miete für die Tourist-Information, anteilige Personalkosten im Amt und der Zuschuss an die Seebadeanstalt. Für 2015 ergaben sich so Ausgaben von 133319 Euro und trotz Einnahmen von insgesamt 114552 Euro ein Defizit vom 18766 Euro für die Gemeinde.

„Die Zusammenstellung gibt eine Menge an Informationen“, lobte Bürgermeister Alexander Orth (SPD) die Arbeit der Verwaltung. „Wir wollten aus der Tourismus- und Kurabgabe keine Haushaltsabgabe machen.“ Wunsch der stets finanziell knappen Gemeinde sei aber auch gewesen, dass der Zuschussbedarf für den Tourismus trotz neuen Marketings und der Pläne zur Umgestaltung der Promenade nicht steige. Dies sei eingehalten worden. Das Amt hatte die Zahlen der Vergangenheit sowie die voraussichtlichen für die nächsten Jahre ebenfalls ermittelt.

Positive Rückmeldung gab es auch von Thomas Pekrun vom HGV: „Ein guter Weg, der hier eingeschlagen wurde.“ In einer Pressemitteilung kritisierte allerdings Michael Henry vom Verein FördeFördern anschließend, dass zwar das Defizit gleichgeblieben sei, Gewerbetreibende, Bürger und Touristen inzwischen aber kräftig zur Kasse gebeten würden, ohne zu sehen, was besser geworden wäre: „Alles ist wie bisher, nur teurer.“

Sichtbare Veränderungen soll es ab dem kommenden Jahr geben: Dann soll die geplante Modernisierung der Promenade in Möltenort umgesetzt werden.

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