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„Berlin“ klar zur Probefahrt

Laboe/Bardenfleth „Berlin“ klar zur Probefahrt

Die Farbe leuchtet, Radargeräte laufen und die beiden schweren MTU-Motoren sind einsatzbereit. Das neue Flaggschiff der Seenotretter an der Kieler Bucht steht kurz vor der Probefahrt.

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Sie schwimmt: Die „Berlin“ kam bei der Fassmer-Werft zu Wasser und soll bis Dezember die Erprobung absolvieren.

Quelle: Frank Behling

Laboe/Bardenfleth. Die „Berlin“ kam jetzt bei der Fassmer-Werft zu Wasser und soll bis Anfang Dezember die Erprobung absolvieren. Der Neubau ist das zweite Schiff der 28-Meter-Klasse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Im Januar soll die „Berlin“ in Laboe die 1985 gebaute Vorgängerin ablösen.

Die Kiellegung der „Berlin“ erfolgte am 21. Oktober 2015 bei Fassmer in Bardenfleth an der Weser. Ende Juli 2016 wurden die beiden Motoren eingebaut. Und fast auf den Tag ein Jahr nach der Kiellegung erfolgte am 24. Oktober 2016 der Stapelhub des neuen Kreuzers. In dieser Woche kam auch das Tochterboot an Bord.

Mehr als 2000 Einsätze

Die Taufe der „Berlin“ ist für den 17. Dezember 2016 in Bremen beim Hauptsitz der DGzRS geplant. Bis dahin trägt der Neubau offiziell noch die interne Baunummer „SK 36“. Das wird auch auf den Probefahrten auf der Nordsee so sein. Mit dem modernen neuen Flaggschiff sind die Seenotretter bestens für ihre oft äußerst heikle Aufgabe gewappnet. Im vergangenen Jahr kamen sie mehr als 2000 Mal zum Einsatz.

Bevor das losgeht, absolviert die Werftbesatzung an der Pier letzte Inbetriebnahmen und Tests der Anlagen an Bord. Dabei bekamen die Laboer Seenotretter am Montag Besuch von der Wasserschutzpolizei aus Schleswig-Holstein. Das Polizeiboot „Glücksburg“ kam zur Inspektion zur Fassmer-Werft. Die „Glücksburg“ war 2007 auf derselben Werft an der Weser gebaut worden. Das Unternehmen hat eine lange Tradition beim Bau von Behördenschiffen und Seenotrettungskreuzern. Nach der „Berlin“ wird in der Halle bereits der nächste Kreuzer gebaut.

1985 in Laboe stationiert

Entgegen ihrer sonst üblichen Vorgehensweise hatten die Seenotretter bereits vor dem Baubeginn den Namen des Kreuzers präsentiert. Den Namen der Bundeshauptstadt trugen schon verschiedene Schiffe und Boote der DGzRS. 1985 erhielt das Typschiff der 27,5 Meter-Klasse den Namen „Berlin“ und wurde in Laboe stationiert. Dies soll die Verbundenheit der deutschen Hauptstadt mit der DGzRS würdigen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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