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Gemeinde erhöht Kurabgabe

Laboe Gemeinde erhöht Kurabgabe

Die Unruhen über die Zufahrten und das geplante Bebauungsgebiet hinter der Kirche in Laboe spitzen sich zu. Anwohner protestierten vor der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter mit Transparenten und forderten ein Mitspracherecht.

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Mit Transparenten machten Anwohner der Laboer Teichstraße ihrem Ärger Luft.

Quelle: Nadine Schättler

Laboe. „Gebt den Bürgern die Chance, ihre Wünsche und Fragen frühzeitig zu äußern“, bekräftigte Julia Hansen von den Grünen Aktiven Laboe (GAL). In einem Antrag forderte ihre Partei die zeitnahe Einberufung einer Einwohnerversammlung und erntete Verwunderung aus allen Fraktionen. „Wer hat gesagt, dass wir die Bürger nicht zu Wort kommen lassen wollen?“ warf Inken Kuhn, Vorsitzende der Grünen- Fraktion ein.

 Auch die Sozialdemokraten zeigten sich überrascht und wiesen auf die in einem Bauleitplanverfahren vorgeschriebene Beteiligung der Öffentlichkeit hin. Auf die mangelnde Faktenlage verwies CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Etmanski: „Für die Diskussion mit den Bürgern fehlt uns die Grundlage.“ Amtsdirektor Sönke Körber unterstützte diese Aussage und entkräftete zugleich Gerüchte über konkrete Baupläne von 50 Wohneinheiten. Bisher gebe es lediglich einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, jedoch „keinen Entwurf, nicht mal einen Planer“.

 Im Hinblick auf die umstrittene zweite Zufahrt über die Teichstraße informierte er, dass bisher kein Verkehrsgutachten vorliege. „Es gibt noch nicht mal einen Auftrag dafür.“ Eine Einwohnerversammlung, so Körber, mache daher zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn. Um die Wogen unter den Bürgern zu glätten, könne er sich eine zeitnahe Beteiligung in Form eines „Bauleitseminars“ vorstellen. Einstimmig folgten die Gemeindevertreter diesem Vorschlag.

 Teurer wird das Ostseebad bald für Touristen und auswärtige Schwimmbad-Besucher. Mit sechs Gegenstimmen aus der GAL- und der WIR-Fraktion sowie einer aus der Laboer Wählergemeinschaft stimmten die Gemeindevertreter für eine Erhöhung der Kurabgabe (auch für das Hallenbad), wie sie laut Beschlussvorlage in den Ausschüssen vorbereitet wurde. Zwei weitere Anträge (GAL und WIR), die Kurabgaben von mehr als 3 Euro in der Hauptsaison vorsahen, wurden mehrheitlich abgelehnt. Im kommenden Jahr zahlen Gäste in der Hauptsaison 2,50 Euro pro Tag und in der Nebensaison 1,50 Euro.

 Dem geplanten Zweckverband für den Breitbandausbau im Amtsbereich schlossen sich die Laboer mit vier Gegenstimmen aus der CDU-Fraktion an. „Wir Laboer sind gut versorgt, was das Internet betrifft. Für den Zweckverband brauchen wir Haushaltsmittel, mit denen wir uns langfristig binden“, argumentierte Günter Petrowski. Amtsdirektor Körber entgegnete, dass zum jetzigen Zeitpunkt einmalige Beraterkosten von 4285 Euro für die Gemeinde anfallen.

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