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Haus I abgerissen

Laboe Haus I abgerissen

Das ehemalige Schulgebäude Haus I in Laboe ist nun endgültig Geschichte. Nach mehr als sechs Jahren Leerstand und drei Mal verschobenem Abriss begannen gestern die Bagger mit ihrer Arbeit. Die, so die Hoffnung der Gemeinde, soll bis zum Ferienende abgeschlossen sein.

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Das Haus I in Laboe ist nun endgültig Geschichte. Nach etlichen Jahren Leerstand und mehrfach verschobenem Abriss fiel es nun dem Bagger zum Opfer.

Quelle: Astrid Schmidt

Laboe. Was dann auf der Fläche geschieht, wird die Gemeindevertreter erneut beschäftigen. Die Idee von einem Neubau eines Multifunktionshauses für Schule, Volkshochschule und andere Nutzer hatte Bürgermeister Walter Riecken 2014 mit Rückhalt aus dem politischen Raum vorgestellt.

 Der Bagger stand bereits seit Tagen einsatzbereit vor dem gelben Haus, das nun aus dem Ortsbild verschwunden ist. Die Mitarbeiter der Firma Bernd Hagen aus Neumünster hatten zunächst alle Hände voll zu tun, das Haus zu entkernen. Erst gestern konnte der Bagger mit der Arbeit beginnen. Aber wer dort das Schwingen einer Abrissbirne erwartet hatte, wurde enttäuscht. Schonend für die Umgebung, „kniff“ der Baggerfahrer mit dem Sortiergreifer Stück für Stück aus dem Mauerwerk heraus. Langsam schrumpfte das Gebäude. Die Staubentwicklung wurde dank eines stetigen Wasserstrahls gemindert.

 Das Haus hat eine 139-jährige Geschichte. Es war 1876 als zweites Schulgebäude in Betrieb genommen, 1903 durch eine weitere Schule (jetzt Jugendzentrum) und Anfang der 1970er-Jahre durch den Variel-Bau ergänzt worden. 2004 entstand schließlich die neue Grundschule für drei Millionen Euro, parallel dazu wurde das sogenannte „Haus I“ noch bis 2008 für den Unterricht genutzt. 2009 beschlossen die Ortspolitiker, auf dieser Fläche Parkplätze und einen Schulgarten für die Schule zu bauen. Doch dann zog sich der Abriss aus Kostengründen hin und nur an einer Stimme scheiterte später der Versuch, das Haus doch wieder nutzbar zu machen. Diskutiert worden war es als Kleiderkammer für das DRK.

 Drei Monate diente es noch vor drei Jahren als Notgruppe für den DRK-Kindergarten – eine seinerzeit umstrittene Lösung. Im vergangenen Jahr war das Thema wieder aufgegriffen worden. Die Idee: ein Multifunktionshaus. Dies war im Februar 2014 im Sozialausschuss Konsens. Dafür sollte der Baugrund vorbereitet, sprich der Abriss vorgenommen, werden. Es sollte ein gemeinsames Konzept von Gemeinde, Schule, Volkshochschule und anderer Interessenten geben, wie an dem Standort ein Gebäude vielen Zwecken dienen könnte. Unter anderem hatte Schulleiterin Claudia Telli angeregt, dort auch Räume für die offene Ganztagsschule nutzen zu können, um die Bedingungen für die Schüler zu verbessern. Einen endgültigen Beschluss dazu gibt es jedoch nicht.

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